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Besenreiser

Besenreiser sind ästhetisches Problem

Von den Veränderungen der Beinvenen, die im Volksmund meist Besenreiser genannt werden, sind fast nur Frauen betroffen. Da diese oft an einer angeborenen Bindegewebsschwäche leiden, wirken sich die venösen Veränderungen bei ihnen stärker aus als bei Männern. Besonders häufig treten die Besenreiser nach einer Schwangerschaft, einer starken Gewichtsabnahme oder bei Menschen mit stehenden Berufen auf.

Das Krankheitsbild zeigt sich als stark verzweigte dünne Venen, die den Verästelungen dünner Zweige ähneln, die durch die Haut der Beine sichtbar werden. Besonders Waden und Oberschenkel sind betroffen. Obwohl die Venen kein medizinisches Problem für die Betroffene darstellen, werden sie oft als stark störendes ästhetisches Problem wahrgenommen. Gerade Frauen leiden oft stark unter den unschönen Verfärbungen der Beine.

Durch neue Methoden können die Besenreiser inzwischen jedoch relativ schonend entfernt werden. Vor einer Behandlung und Entfernung sollte in allen Fällen ein kompetenter Venologe zur Untersuchung der selbigen aufgesucht und dessen Rat eingeholt werden. Ist die Entscheidung zu Gunsten einer Entfernung der Besenreiser gefallen, sind verschiedene Behandlungsmöglichkeiten denkbar.

Besenreiser sind Veränderungen der Beinvenen


Nach einer örtlichen Betäubung werden die entsprechenden Venen durchtrennt und ein Injektionsmittel mit reinem medizinischem Alkohol in die Venen gespritzt. Dieser führt zu deren Verklebung. Die Vene wird verödet und die Besenreiser bilden sich im Lauf einiger Wochen zurück. Die gesamte Behandlung dauert nur ca. 30 Minuten. Zur weiteren Behandlung und Unterstützung werden in den kommenden Wochen Kompressionsstrümpfe empfohlen.
Die Laserbehandlung ist eine relativ junge Methode und ebenso schonend wie die des Verödens. Sie ist besonders erfolgreich bei sehr dünnen und kleinen Äderchen. Mit unterschiedlich gepulsten langwelligen Lasern wird die Vene behandelt. Durch die absorbierten Äderchen verklebt die Vene bei dieser Methode ebenfalls und verödet. Beide Methoden werden inzwischen in Deutschland von vielen Venologen angeboten.

Nach der Behandlung ist eine gewisse Zeit der Schonung geboten, in der auf langes Stehen, anstrengende Tätigkeiten und Sport verzichtet werden sollte. Nachdem es sich beim Entfernen der Besenreiser nicht um einen unbedingt medizinisch notwendigen Eingriff handelt, werden die Kosten von vielen Krankenkassen nicht übernommen und müssen vom Patienten selbst getragen werden. Diese liegen in einem Bereich von 300 - 1000 Euro. Ein Beratungsgespräch bei der eigenen Kasse vor Beginn der Behandlung kann aber in keinem Fall schaden.


Nachteile / Risiken
Die am häufigsten angewandte Methode dürfte inzwischen die Verödung der Adern sein. Der Eingriff wird seit vielen Jahrzehnten ambulant durchgeführt und gilt als recht risikofrei. Auch wenn beide Methoden als gefahrlos eingestuft werden, besteht bei jedem operativen Eingriff ein gewisses Risiko für die Gesundheit des Patienten und sollte wohl überlegt sein.
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