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Brustwarzenkorrektur

Bei Hohl- und Schlupfwarzen: Brustwarzenkorrektur

Eine Brustwarzenkorrektur ist bei Hohl- und Schlupfwarzen üblich. Schlupfwarzen sind angeborene Fehlbildungen oder können als Folgen einer Operation (zum Beispiel infolge eines Brustkrebs) oder einer vorausgehenden Entzündung auftreten. Die Brustwarze ist nicht nach außen, sondern nach innen gewölbt, dies kann auch einseitig oder asymmetrisch der Fall sein. Bei Hohlwarzen sind die Milchgänge und das benachbarte Bindegewebe verkürzt. Diese Fehlbildung kann die Hygiene beeinträchtigen und Frauen das Stillen unmöglich machen. In diesem Fall können auch spezielle Hütchen aufgesetzt werden. Viele Patienten, die eine Hohlwarze haben leiden auch psychisch darunter. Sie fühlen sich entstellt und nicht als Frau. Um die aus einer Schlupfwarze resultierenden Beschwerden jedoch dauerhaft beheben zu können, ist eine Operation unumgänglich.


Durchblutungsstörungen sind zu vermeiden


Zunächst kann ebenfalls, wie bereits unter Brustwarzenvergrößerung beschrieben, eine Vakuum – Pumpe mehrmals täglich angewendet werden, um mithilfe, des daraus entstehenden Unterdrucks, das Brustwarzengewebe zu vergrößern und auszudehnen. Führt dies nicht zum Erfolg, kann nur eine operative Brustwarzenkorrektur helfen. Bei dieser Operation wird unter örtlicher Betäubung, oftmals begleitet mit einem Dämmerschlaf, ein kleiner Schnitt quer durch die Brustwarze oder an deren Basis gemacht. Er wird ca. ein bis zwei Zentimeter tief präpariert. Anschließend werden alle Drüsenausführungsgänge und die benachbarte Bindegewebsstrukturen durchtrennt. Bleiben weitere feinste Stränge zurück, kann dies zu einem Wiederauftreten der Schlupfwarze nach der Brustwarzenkorrektur führen. Gleichzeitig muss aber vorsichtig vorgegangen werden um Durchblutungsstörungen der Brustwarzen zu vermeiden. Zum Schluss wird die frisch operierte Brustwarze mit einer Kanüle fixiert.

Die Kanüle sollte mindestens eine Woche in der Brust verbleiben. Die Wunde muss mit einer antiseptischen oder antibiotischen Salbe verbunden werden. Nach der Operation darf man nicht den Verband ablösen, auch deshalb nicht, damit die Kanüle fixiert bleibt und sich nicht in der Kleidung verhakt. Bis der Verband abgenommen wird, dürfen die Patienten sich nicht duschen, weil sonst Bakterien und Keime in die Wunde gespült werden könnten. Nach zehn bis vierzehn Tagen können schließlich die Fäden gezogen und der Verband weggelassen werden.



Nachteile / Risiken
Nachteile dieser Operation können eine verschlechtertes Hautgefühl, eine herabgesetzte Sensibilität in der Brustwarze sein. Eine weitere Langzeitauswirkung ist, dass alle Milchdrüsenausführungsgänge irreversibel unterbrochen sind, ein Stillen ist danach in der Regel nicht mehr möglich. Außerdem können sich die Wunden bei schlechter Pflege entzünden und schlecht verheilen. Andererseits kann der Bereich der Brustwarze nach einer solchen Operation besser hygienisch sauber gehalten und gepflegt werden und viele Patienten fühlen sich anschließend attraktiver.

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