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Brustwarzenvergrößerung

Ein kleiner Nebeneingriff: Brustwarzenvergrößerung

Oftmals wird die Brustwarzenvergrößerung als kleinerer Nebeneingriff bei anderen plastischen Brustoperationen wie Brustvergrößerung, beziehungsweise Brustverkleinerung oder Bruststraffungen durchgeführt. Bei der Brustwarzenvergrößerung wird meistens eigenes Gewebe, wie zum Beispiel ein Stück Knorpel oder Lederhaut in die Brustwarze implantiert um sie größer erscheinen zu lassen. Das einzusetzende Gewebestück wird an einer unauffälligen Stelle des Körpers entnommen. Weil es sich nur um ein kleines Stückchen Lederhaut oder Knorpel handelt, bleiben nur kleine, kaum sichtbare Narben an der Stelle zurück, wo sie entnommen wurde. Da bei diesem Verfahren kein Fremdkörper eingesetzt wird, kommt es nicht zu Abstoßungsreaktionen. Das Implantat fühlt sich an, wie die eigene Brustwarze. Die Ergebnisse sind immer zufriedenstellend und dauerhaft.

Die Blutversorgung darf nicht unterbrochen werden


Eine weniger aufwendige Vorgehensweise ist das Injizieren von Hyaluronsäure. Hyaluron ist eine feuchtigkeitsbindende Zuckerverbindung und ist ein wichtiger physiologischer Bestandteil der Haut, ein natürlicher Bestandteil des Bindegewebes. Sie hat die Eigenschaft Wasser zu binden und die Räume zwischen den Kollagenfasern aufzufüllen. Da es sich ebenfalls um körpereigene Stoffe handelt, werden weder allergische Reaktionen noch Abstoßungen. Nebenwirkungen sind lediglich Hämatome, weil beim Unterspritzen der Brustwarze kleine Blutgefäße verletzt werden. Da die implantierte Säure einen gewissen Druck auf umliegendes Gewebe ausübt, darf nur soviel eingespritzt werden, dass die Blutversorgung nicht unterbrochen wird.

Diese Methode kann man schon ab 500€ durchführen lassen, sie erhält ihre Wirkung jedoch nur für ca. ein Jahr. Anschließend muss erneut Hyaluronsäure gespritzt werden. Eine weitere nichtoperative Art der Brustwarzenvergrößerung ist die Verwendung einer Vakuum – Pumpe wie die Niplette. Diese muss jedoch für vier bis sechs Wochen täglich mehrere Stunden angewendet werden. Der Zeitaufwand ist demnach entsprechend hoch. Im Gegensatz zu den anderen Methoden birgt sie keine hohen Risiken. Die Niplette ist ein Trichter, der auf die Brustwarze aufgesetzt wird. Mithilfe eines kleinen Schläuchleins wird mit einem Saugmechanismus ein Unterdruck erzeugt. Auf diese Weise wirkt ein Zug auf die Brustwarze, aus dem eine Gewebedehnung resultiert. Ein zufriedenstellendes Ergebnis tritt jedoch nur zeitlich begrenzt ein, denn die vergrößerte Brustwarze bildet sich schnell wieder zurück. Diese Pumpe ist in Apotheken ohne Rezept bereits ab 6 Euro erhältlich.

Nachteile / Risiken
Allerdings werden bei dieser Methode die Milchkanäle so sehr unterbrochen und in Mitleidenschaft gezogen, dass nach der Operation kein Stillen des Kindes mehr möglich ist. Auch nach Jahren wird dies nicht mehr möglich sein. Oftmals klagen Patienten anschließend über ein Taubheitsgefühl. Beim Setzen des Schnittes und dem darauf folgenden Einsetzen des Implantates können, neben den Milchkanälen auch Nerven beschädigt werden. Je nachdem wie stark, und wie viele Nerven beeinträchtigt werden, wirkt sich das auf die Sensibilität der Brustwarze aus.
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