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Dammplastik

Dammplastik für ein kräftigeres Gewebe

Eine Geburt ist ein großartiges Erlebnis im Leben jeder Frau.
Doch Geburten gehen nicht spurlos am weiblichen Körper vorüber. Sie sind eine große Belastung für die Gesundheit der Frau und können auch viele Jahre später erst ihre Folgen zeigen.
Hat eine Frau im Laufe ihres Lebens zahlreiche Geburten, schwere vaginale Geburten oder Mehrlingsgeburten überstanden, ist das Gewebe des Beckenbodens und des Vaginalbereichs oft stark in Mitleidenschaft gezogen. Besonders bei Bindegewebsschwäche kann alles soweit erschlaffen, dass eine Senkung der Gebärmutter und anderer Organe, wie Blase und Darm, zu Tage tritt.
Die Patientin bemerkt diesen Vorgang zunächst als Ziehen und mäßigen Schmerz im Rücken oder als Schmerz im unteren Beckenbereich, der sich aber im Laufe der Zeit drastisch verschlimmern kann.
Spätestens wenn sich die Anomalie als richtiger Schmerz äußert oder Probleme beim Wasserlassen und Stuhlgang auftreten, ist eine gynäkologische Untersuchung unumgänglich.

Sind konservative Maßnahmen, wie Rückbildungs- oder Beckenbodengymnastik nicht erfolgreich, kann meist nur eine Operation Linderung schaffen.

Ein Bauchdeckenschnitt ist überflüssig geworden


In den meisten Fällen wird die Dammplastik- Operation heute vaginal ausgeführt. Das heißt, alle operativen Vorgänge werden über die Scheide ausgeführt und ein Bauchdeckenschnitt, der in vergangenen Jahrzehnten meist ausgeführt wurde, ist überflüssig. Die heutige Methode erweist sich zumeist als sehr viel schonender für die zu behandelnde Frau.

Während der Operation, die meist unter Regionalanästhesie durchgeführt wird, kann die Harnblase mit einem Kunststoffnetz stabilisiert und gehoben und so am weiteren Sinken gehindert werden.
Des weiteren werden die Muskeln im Damm- und Beckenbodenbereich gestrafft, damit sich der Darm nicht mehr in Richtung Scheide wölben kann.
Diese Operation wird als Dammplastik bezeichnet.

Inzwischen gibt es zahlreiche Chirurgen , die sich auf dieses Gebiet der gynäkologischen Operationen spezialisiert haben. Es ist also kein großes Problem, einen kompetenten Spezialisten zu finden. Diese Möglichkeit sollte auf alle Fälle genutzt werden.

Nach der Operation sollten für einige Monate keine schweren Lasten getragen und kein Sport ausgeübt werden. Allenfalls leichte Beckenbodengymnastik ist erlaubt und kann den Heilungsprozess unterstützen. Der Geschlechtsverkehr kann unter Umständen noch für eine gewisse Zeit schmerzhaft bleiben.

Da es sich bei einer Dammplastik um eine notwendige medizinische Maßnahme handelt, werden die Kosten der Operation meist anstandslos von den Krankenkassen übernommen.

Nachteile / Risiken
Wie bei jeder Operation können auch bei einer Scheidenplastik Komplikationen auftreten. So ist nie völlig auszuschließen, dass benachbarte Organe verletzt werden.
In Folge der Operation kann es auch zu Nachblutungen, Schwellungen und lokalen Lähmungserscheinungen kommen. Sehr selten wurden auch schon Bauchfellentzündungen beobachtet.
Trotzdem ist die Operation in den meisten schweren Fällen unumgänglich und sollte nicht zu lange aufgeschoben werden.
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