Die Lokalanästhesie kennen die meisten Patienten bereits von kleineren Eingriffen beim Zahnarzt. Sie wird vor allem bei oberflächlichen Behandlungen an der Haut eingesetzt wie beispielsweise dem Nähen von Platz- oder Schnittwunden, Entfernung von Warzen oder Muttermalen oder auch bei Zahnbehandlungen.

Das Anästhetikum wird hierbei mit Hilfe einer kleinen Spritze unter die Haut gebracht, wo sich das Mittel schnell verteilt und das umgebende Gewebe bereits nach wenigen Sekunden betäubt. Für größere Flächen bei einer Behandlung sind oft mehrere Injektionen notwendig.

Mit einer Lokalanästhesie Schmerzen anderer Betäubungen verhindern

Auch zur Vorbereitung auf eine größere Injektion kann eine Lokalanästhesie eingesetzt werden, zum Beispiel vor einer Spinalanästhesie um den Schmerz bei der eigentlichen Anästhesie zu verhindern. Eine andere Art der Lokalanästhesie ist der Einsatz von Cremes oder Vereisungssprays welche besonders bei Kindern eingesetzt werden. Auch für das Entfernen von Fäden aus einer genähten Wunde kann diese Methode eingesetzt werden.

Nach der Behandlung bleibt das Gefühl der Betäubung noch einige Zeit erhalten und verschwindet langsam über die folgenden Stunden. Dementsprechend sollte bei eventuellen Aktivitäten auf diesen Gefühlsverlust Rücksicht genommen werden.

Die Kosten für eine Lokalanästhesie übernimmt in aller Regel die Krankenkasse sofern der Eingriff, der mit ihr in Verbindung steht, medizinisch notwendig ist. Beispielsweise bei plastisch-chirurgischen Eingriffen wird der Patient die Kosten selbst tragen müssen. Diese Belaufen sich in diesem Fall auf mindestens 50 Euro, können sich aber je nach Dauer auch auf das Doppelte oder Dreifache belaufen.