Unter dem Begriff Blinddarm-Operationen (Appendektomie) werden die beiden operativen Methoden zur Behandlung von Blinddarmentzündungen zusammengefasst: klassischer Bauchschnitt (Laparotomie) und die Bauchspiegelung (Laporoskopie). Neben dem Einsatz bei akuten Entzündungen werden die Blinddarm-Operationen auch zur Entfernung von Tumoren angewandt.

Vor dem Eingriff müssen andere Krankheiten ausgeschlossen werden, da die Symptome häufig uncharakteristisch sind. Um die Sicherheit der Diagnose zu gewährleisten, müssen daher Abtastuntersuchungen und Bluttests durchgeführt und Röntgen-, CT- und Ultraschallaufnahmen angefertigt werden. Ein Absehen von einer Operation ist nur in sehr seltenen, leichten Fällen möglich.

Laporoskop ermöglicht genaue Operationsdurchführung

Bei der Laparotomie erfolgt an der rechten Seite des Unterbauchs ein länglicher Schnitt. Durch diesen wird der entzündete Wurmfortsatz herausgeschnitten. Die dabei entstandene Öffnung am Darm wird zugenäht. Zum Schluss der Operation wird der Bauchschnitt durch eine Naht oder durch Klammern verschlossen. Alternativ ist eine Operation mittels Laporoskopie möglich. Hierbei wird ein optisches Gerät über einen kleinen Einschnitt in der Bauchnabelnähe zur entzündeten Stelle geführt. Zur Entfernung des Wurmfortsatzes werden weitere kleine Einschnitte in der Bauchgegend angebracht, um die Instrumente zu bedienen. Das Laporoskop ermöglicht eine genaue Operationsdurchführung, während der Bauch mit einem Gasgemisch gefüllt und gedehnt wird. Auch bei dieser Methode muss der Wurmfortsatz herausgenommen und der Darm wieder zugenäht werden. Nach der Operation muss der Patient einige Tage Ruhe einhalten, körperlich anstrengende Tätigkeiten vermeiden und ärztlich verschriebene Diät beachten.

Die Vorteile der Laporoskopie liegen in der geringeren Narbenbildung, andererseits belegen neue Studien die bessere Verträglichkeit der klassischen Methode für bestimmte Patientengruppen.

3. Januar 2017
Blinddarm

Blinddarm-Operationen

Unter dem Begriff Blinddarm-Operationen (Appendektomie) werden die beiden operativen Methoden zur Behandlung von Blinddarmentzündungen zusammengefasst: klassischer Bauchschnitt (Laparotomie) und die Bauchspiegelung (Laporoskopie).
3. Januar 2017
Kind wird operiert

Hodenhochstand

Ein Hodenhochstand entsteht dadurch, dass die Hoden des Ungeborenen anfangs im Bauchraum angelegt sind und während der Entwicklung in den Hodensack wandert. Ebendiese Verlagerung kann verzögert stattfinden, wodurch mehrere Arten der Lageanomalie auftreten können.
3. Januar 2017
Nabelbruch Operation

Nabelbruch

Der Nabelbruch tritt häufig im Säuglingsalter auf, da die Bauchwand erst ein bis zwei Jahre nach der Geburt vollständig entwickelt und durch eine Nabelplatte geschützt ist. Aber auch im Erwachsenenalter sind Nabelhernien keine Seltenheit und werden z.B. durch Heben schwerer Lasten, starkes Pressen bei Verstopfung oder Schwangerschaften bedingt.
3. Januar 2017
Krankenschwester mit OP-Besteck

Verengung der Harnröhrenöffnung

Hierbei handelt es sich um eine angeborene oder durch Verletzungen, Infektionen oder Tumore erworbene Verengung der Harnröhrenmündung, die zu Einschränkungen der Blasenentleerung führt. Symptomatisch für die Verengung der Harnröhrenöffnung ist u.a. der abgeschwächte Urinstrahl
3. Januar 2017
Schreiendes Baby

Verkürzung des Zungenbändchens

Eine Verkürzung des Zungenbändchens kann vielfache Beschwerden heilen. Meist sind in der Stillzeit bei Säuglingen mit zu langem Zungenbändchen schon Schwierigkeiten beim Trinken und Saugen zu beobachten. Bei größeren Kindern können die Sprachentwicklung und auch das Erlernen von Blasmusikinstrumenten durch ein zu langes Zungenbändchen behindert werden.
3. Januar 2017
Grundausstattung Chirurgie

Vorhautverengung

Die Behandlung bei einer Vorhautverengung sollte schon früh im Kindesalter ansetzen. Bis in das Vorschulalter kann es normal sein, dass sich die Vorhaut nicht vollständig über die Eichel zurückziehen lässt. Bei Vorsorgeuntersuchungen wird meist vor Schulbeginn, spätestens aber bis zum Alter von 8 Jahren zu einer Behandlung der Phimose geraten.
3. Januar 2017
Ärztin mit Ultraschallbild

Wasserbruch

Ein Wasserbruch entsteht bei der Senkung der Hoden in den Hodensack aus dem Bauchraum bei Säuglingen nach der Geburt, wenn dabei zum Bauchraum hin eine Öffnung vom Hodensack aus bestehen bleibt.