Die Entfernung der Rachenmandeln (Adenotomie) ist eine häufige operative Behandlung im HNO-Bereich und wird meist bei Kindern durchgeführt. Bei dem etwa viertelstündigen Eingriff werden die sogenannten Adenoide (vergrößerte Rachenmandeln, im Volksmund „Polypen“ genannt) entfernt, welche sich nachteilig auf die Nasenatmung, Hörfähigkeit und allgemeine Leistungsfähigkeit des Patienten auswirken.

Während der Voruntersuchung erfolgt zunächst eine Anamnese, um den Allgemeinzustand des Patienten zu beurteilen. Desweiteren werden die Rachenmandeln mittels einer Spiegelung durch den Mundraum sowie das Ohr untersucht.

Der Körper sollte danach geschont werden

Die Entfernung der Rachenmandeln erfolgt typischerweise unter Vollnarkose, bei guter körperlicher Verfassung ist auch eine ambulante Behandlung denkbar. Unter Zuhilfenahme eines Mundsperrers wird genügend Raum geschaffen, um die Adenoide zu begutachten und mit Hilfe eines Spezialinstruments durch den Rachenraum abzutragen. Alternativ kann auch eine Laserabtragung erfolgen. Häufig wird parallel zur Adenotomie auch eine Parazentese durchgeführt. Hierbei handelt es sich um einen Eingriff, bei dem ein minimaler Schnitt am Trommelfell vorgenommen wird, um die Belüftung des Mittelohres zu verbessern. Dadurch kann einer bestehenden Mittelohrschwerhörigkeit entgegengewirkt werden. Nach dem Eingriff sollte ein Tag Ruhe eingehalten werden, um den Körper zu schonen. Bei Kindern sollten in den ersten Tagen regelmäßige Kontrolluntersuchungen auf Nachblutungen durch die Eltern vorgenommen werden. Auch sind sportliche Betätigungen, Baden, Haare waschen für eine Dauer von zwei Wochen zu meiden.

Die Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse ist zumindest bei ambulanten Eingriffen gesichert, bei stationärem Aufenthalt sollte die Krankenkasse im Voraus konsultiert werden.

3. Januar 2017
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Entfernung der Rachenmandeln

Bei dem etwa viertelstündigen Eingriff werden die sogenannten Adenoide (vergrößerte Rachenmandeln, im Volksmund "Polypen" genannt) entfernt, welche sich nachteilig auf die Nasenatmung, Hörfähigkeit und allgemeine Leistungsfähigkeit des Patienten auswirken.
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