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Transplantation von Augenbrauen

Beim Verlust der Brauen: Transplantation von Augenbrauen

Durch wiederholtes Enthaaren der Augenbrauen oder durch genetische Bedingungen kann es dazu kommen, dass die Haare nur noch spärlich oder gar nicht mehr nachwachsen. Eine Zerstörung der Haarfolikel geht dies stets voraus. Von diesem Phänomen sind aber nicht nur ältere Personen betroffen, sondern auch viele junge.
Eine Transplantation von Augenbrauen hat zweierlei Vorteile. Zum einen sind richtige Augenbrauenhaare ästhetischer als tätowierte oder aufgezeichnete. Zudem erfüllen die Augenbrauen aber auch eine ganz praktische und von der Natur gewollte Funktion. Sie sollen zusammen mit den Wimpern die Augen vor Sonneneinstrahlung und Schmutz schützen. Sind keine Haare mehr vorhanden, dann ist dieser Schutz natürlich eingeschränkt. Eine Transplantation von Augenbrauen ist in diesem Fall durchaus ratsam.


Die Haare müssen exakt eingesetzt werden


Wer sich für diese Operation entscheidet, sollte dafür ausschließlich einen Spezialisten aufsuchen. Dieser kann dann über die Möglichkeiten einer Transplantation entscheiden. Normalerweise werden die benötigten Haare aus dem Nacken heraus getrennt. In manchen Fällen werden auch Haare von Arm oder Brust verwendet. Für das Verdichten einer Augenbraue werden etwa 200 Haare benötigt. Diese werden unter örtlicher Betäubung an entsprechender Stelle eingesetzt.
Bei der Transplantation von Augenbrauen ist es besonders wichtig, dass die Haare exakt eingesetzt werden. Die einzelnen Haarfolikel müssen die genaue Ausrichtung haben, die dem Schnitt entspricht, damit die Augenbrauen hinterher natürlich wirken. Auch wie Wuchsneigung der transplantierten Haare muss zur Haut zeigen. Aufgrund der genetischen Eigenschaften des Kopfhaares wachsen die transplantierten Haare, anders als natürliche Augenbrauenhaare. Sie müssen also regelmäßig gekürzt werden.

In Europa wird diese Operationsmethode weniger häufig als in den USA durchgeführt.
Gleich nach der Transplantation von Augenbrauen sind gewöhnliche Alltagsarbeiten uneingeschränkt möglich. Durch Kühlung können Juckreiz und Rötungen vermindert werden.
Das Endergebnis dieser Operation kann erst nach einigen Wochen begutachtet werden, da die eingesetzten Haare zunächst ausfallen und dann erst wieder nachwachsen. In wenigen Fällen ist eine weitere Transplantation nötig, um kahl gebliebene Stellen aufzufüllen.

Gesetzliche und private Krankenkassen kommen nicht für die Kosten der Augenbrauentransplantation auf. Es handelt sich dabei um eine Operation aus ästhetischen Gründen. Die Gesamtkosten von etwa 2000 bis 3000 Euro muss der Patient also selbst bezahlen.

Nachteile / Risiken
Bislang sind Nebenwirkungen und Risiken kaum aufgetreten. Es gibt keine sichtbaren Narben und die Blutungen während der Operation sind sehr gering. Patienten klagen nach dem Eingriff meistens kurzweilig über Juckreiz, der durch Medikamente verringert werden kann. Starkes Kratzen könnte zu Infektionen führen und muss daher vermieden werden.
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