Bauchnabelkorrektur: denn die kleinen Details entscheiden
Zu einem perfekt geformten Bauch gehört ein attraktiver Bauchnabel dazu. Entspricht ein Bauchnabel nicht dem gängigen Schönheitsideal, fühlen sich viele Personen auch mit flachem Bauch unwohl. Allerdings ist eine Korrektur des Bauchnabels eine klassische Schönheitsoperation, die keinerlei medizinischen Zweck verfolgt. Dennoch fühlen sich Betroffene nach der Operation zumeist wesentlich wohler in ihrer Haut.

Was ist eine Bauchnabelkorrektur?
Der medizinische Fachterminus für Bauchnabelkorrektur lautet „Umbilicoplastik“. Das Ziel dieses Verfahrens ist es, den Bauchnabel zu verändern. Um den Bauchnabel zu korrigieren, müssen sich Betroffene einer Operation unterziehen. Diese Korrektur des Bauchnabels verfolgt die Funktion, die Position des Nabels durch einen kleinen Eingriff zu verändern. Nach einer erfolgreichen Behandlung erfreuen sich Patienten und Patientinnen an einem runden, länglich-ovalen Bauchnabel in der richtigen Position.
Beweggründe für die Behandlung
Ursachen für die Behandlungsbedürftigkeit eines Bauchnabels sind vollkommen unterschiedlich. Patienten und Patientinnen schätzen einen Bauchnabel insbesondere dann als behandlungsbedürftig ein, wenn dieser nicht den optischen Idealvorstellungen entspricht. Ein ideal geformter Bauchnabel weist eine längliche Form auf und sitzt nicht zu tief im Bauch. Ein weiteres Merkmal eines gut geformten Nabels bezieht sich ebenfalls auf die Position. Denn der Nabel im Bauch darf nicht zu weit hervorstehen.
Die wichtigsten Gründe für eine Nabelkorrektur betreffen zum Teil alle Patienten, zum Teil allerdings auch nur Frauen:
- Bauchnabelanomalien (verursachen partiell schon im Kindesalter Beeinträchtigungen)
- ästhetische Gründe (bedingt durch Modeerscheinungen wie Tätowierungen, Bauchnabelpiercings oder bauchfreie Oberteile)
- Verformungen durch Gewichtsreduktionen
- Verformungen durch Schwangerschaften
- Verformungen nach einer Fettabsaugung
- nachlassende Elastizität aufgrund hohen Alters
Vorbereitende Maßnahmen der Umbilicoplastik
Um das Risiko etwaiger Komplikationen zu minimieren, sollten Patienten und Patientinnen vor der Therapie einige Vorsorgemaßnahmen ergreifen. Beispielsweise ist es erforderlich, vor der OP auf all die Substanzen zu verzichten, die den Heilungsprozess verschlechtern. Ärzte raten dringend dazu, auf die Einnahme von Nikotin bis zu zwei Wochen vor der Umbilicoplastik zu verzichten. Weil in Zigaretten enthaltenes Nikotin die Durchblutung negativ beeinflusst, verzögert sich die Wundheilung bei Zigarettenkonsum.
Weiterhin sollten sich Betroffene vom behandelnden Arzt über die Einnahme von Pharmazeutika mit blutverdünnender Wirkung beraten lassen. Enthalten Arzneimittel Wirkstoffe wie Macumar oder Acetylsalicylsäure, beeinträchtigen diese Ingredienzien ebenfalls den Heilungsverlauf. Gleiches wird für Alkoholkonsum empfohlen.
Der Ablauf der Behandlung
Die Umbilicoplastik ist eine relativ kleine Operation, für die ein Zeitansatz von 30 bis 60 Minuten vorgesehen ist. Wird die OP jedoch mit einer Bauchdeckenstraffung kombiniert, erhöht sich der Zeitrahmen dementsprechend. Im Normalfall erfolgt der Eingriff ambulant mit lokaler Anästhesie. Die Betäubungsform wird nur dann in eine Vollnarkose gewandelt, wenn die Bauchnabelkorrektur mit anderen Behandlungen wie einer Straffung des Bauchs verbunden wird.
Vor der Operation zeichnet der Chirurg die gewünschten Hautschnitte per Stift an den richtigen Stellen auf. Diese Kennzeichnung ist dringend erforderlich, weil die Bauchmuskeln durch die Anästhesie erschlaffen und das Ergebnis des Eingriffs schlimmstenfalls verfälscht werden könnte. Anschließend leitet der Operateur folgende Maßnahmen ein:
- kleiner Schnitt am Bauchnabel
- Beseitigung überschüssigen Haut- oder Fettgewebes
- Anpassung des benachbarten Hautgewebes an gewünschte Höhe (bei tiefliegendem Nabel)
- komplette Beseitigung des Bauchnabels und Neuformung (nur bei Bedarf)
- Straffung der Bauchdecke
- Neumodellierung des Bauchnabels
- Vernähen der Schnittstellen
- Versorgung mit leichtem Verband
Wie verläuft die postoperative Pflege der Bauchnabelkorrektur?
Nach der Operation müssen Patienten und Patientinnen darauf achten, in den ersten Tagen ausschließlich weite Kleidung zu tragen. Gürtel sind tabu. Anderenfalls wird der Heilungsverlauf des Bauchnabels gehemmt. Auf anstrengende körperliche Aktivitäten und sportliches Training müssen Betroffene in den ersten Wochen nach der Korrektur verzichten. Anderenfalls besteht ein erhöhtes Risiko dafür, dass sich die Nähte an den Wunden dehnen und Vernarbungen auftreten. Duschen ist bei einem guten Heilungsprozess etwa einen Tag nach dem Eingriff wieder erlaubt. Auf folgende Aktivitäten sollten betroffene Personen so lange verzichten, wie die behandelnden Mediziner anraten:
- Solariumsbesuche
- Schwimmen
- Saunagänge
- Vollbäder
Mögliche Komplikationen der Korrektur des Bauchnabels
Typische Begleiterscheinungen einer Umbilicoplastik sind Schwellungen, kleine Hämatome oder Rötungen. Bei normalem Heilungsverlauf klingen diese Komplikationen allerdings nach wenigen Tagen wieder ab. Wesentlich seltener treten Infektionen oder eine verzögerte Wundheilung auf, die sich bei unzureichender Behandlung im schlimmsten Fall zu einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung – auch als Peritonitis bezeichnet – wandeln kann. Um die Risiken einzudämmen und diese folgenschweren Komplikationen zu vermeiden, ist es erforderlich, sich streng an den vom Arzt empfohlenen Nachsorgemaßnahmen zu orientieren.
Kosten der Operation
Der richtige Ansprechpartner für eine Bauchnabelkorrektur ist ein Facharzt für plastische Chirurgie oder ein Facharzt für plastisch-ästhetische Chirurgie. Diese Mediziner berechnen für die Behandlung einen Preis von etwa 2.000 bis 4.000 Euro. Der hohe Gestaltungsspielraum der Kosten hängt hauptsächlich von der Betäubungsform sowie der Länge des Klinikaufenthalts ab. Wünschen Patienten zusätzliche chirurgische Maßnahmen wie eine Fettabsaugung, erhöht sich der Kostenaufwand dementsprechend.
Vor- und Nachteile der Umbilicoplastik
Die Korrektur des Bauchnabels ist eine medizinisch umstrittene Methode. Ausschlaggebender Grund ist die fehlende medizinische Notwendigkeit, die der Behandlung zugrunde liegt. Dennoch ist eine Bauchnabelkorrektur ein Verfahren, das die Lebensqualität betroffener Personen deutlich steigern kann.
Vorteile
- bei erfolgreichem Verlauf fühlen sich die meisten Patienten wesentlich wohler in ihrer Haut
- einfache Form der Korrektur ist ambulant unter lokaler Betäubung durchführbar
- Kleiner Eingriff mit großer Wirkung
Nachteile
- Kleiner Eingriff mit großer Wirkung
- viele Ärzte betrachten Eingriff als klassischen Modetrend
- relativ hohe Risiken, die Eingriff nach Arztmeinung nicht rechtfertigen
- durch OP entstandene Narbe ist häufig unangenehmer als unschöner Bauchnabel
- verhältnismäßig hohe Kosten für Behandlung
Häufige Fragen zum Thema Bauchnabelkorrektur
Was ist eine Bauchnabelkorrektur?
Der Fachbegriff lautet Umbilicoplastik. Bei diesem Eingriff verändert der Chirurg Form und Position des Nabels. Als ideal gilt ein länglich-ovaler Nabel, der weder zu tief im Bauch sitzt noch zu weit hervorsteht.
Aus welchen Gründen lassen Menschen den Nabel korrigieren?
Die Anlässe reichen von Bauchnabelanomalien, die schon im Kindesalter stören, bis zu ästhetischen Wünschen im Zusammenhang mit Piercings, Tätowierungen oder bauchfreier Kleidung. Häufig geht es um Verformungen nach starker Gewichtsabnahme, nach Schwangerschaften oder nach einer Fettabsaugung, auch die nachlassende Elastizität im Alter spielt eine Rolle.
Wie lange dauert der Eingriff und wie wird betäubt?
Für die Umbilicoplastik sind 30 bis 60 Minuten vorgesehen, sie erfolgt normalerweise ambulant unter örtlicher Betäubung. Nur wenn sie mit anderen Behandlungen wie einer Bauchstraffung kombiniert wird, kommt eine Vollnarkose zum Einsatz und der Zeitrahmen wächst entsprechend.
Wie bereite ich mich vor?
Auf Nikotin sollten Betroffene bis zu zwei Wochen vorher verzichten, weil es die Durchblutung und damit die Wundheilung beeinträchtigt. Gleiches gilt für Alkohol. Über blutverdünnende Medikamente mit Wirkstoffen wie Marcumar oder Acetylsalicylsäure sollten Patienten mit dem Arzt sprechen.
Was ist nach der Operation zu beachten?
In den ersten Tagen gehört weite Kleidung dazu, Gürtel sind tabu. Duschen ist bei gutem Heilungsverlauf etwa einen Tag nach dem Eingriff wieder erlaubt. Auf Sport und anstrengende körperliche Aktivität sollten Betroffene einige Wochen verzichten, sonst dehnen sich die Nähte und es bilden sich Narben. Solarium, Schwimmen, Sauna und Vollbäder bleiben so lange tabu, wie der Arzt es vorgibt.
Welche Komplikationen sind möglich?
Schwellungen, kleine Hämatome und Rötungen sind typisch und klingen bei normalem Verlauf nach wenigen Tagen ab. Seltener treten Infektionen oder eine verzögerte Wundheilung auf, die unbehandelt zu einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung führen kann. Eine kleine, teilweise sichtbare Narbe bleibt immer zurück.
Was kostet die Korrektur?
Fachärzte für plastische beziehungsweise plastisch-ästhetische Chirurgie berechnen etwa 2.000 bis 4.000 Euro. Die Spanne hängt vor allem von der Betäubungsform und der Dauer des Klinikaufenthalts ab, zusätzliche Eingriffe erhöhen den Preis. Weil es sich um eine reine Schönheitsoperation ohne medizinische Notwendigkeit handelt, zahlen die Krankenkassen nicht.