Besenreiser entfernen lassen: für einen makellosen Teint der Haut

Besenreiser sind für Betroffene in erster Linie ein kosmetisches Problem. Patienten und Patientinnen empfinden die optisch auffälligen Venen als störend, weil die Beine nicht makellos erscheinen. Problematisch ist, dass sich kleine Besenreiser in fortgeschrittenen Entwicklungsstadien zu größeren Krampfadern wandeln können. Und diese Erscheinungen unter der Haut können schwerwiegende gesundheitliche Einschränkungen verursachen. Damit Erkrankungen wie Varikose oder Venenentzündungen gar nicht erst entstehen, vereinen Besenreiserentfernungen optische und funktionelle Vorteile. Für diesen Eingriff stehen unterschiedliche Behandlungsansätze zur Wahl.

Eine Besenreiserentfernung: was ist das?

Eine Entfernung von Besenreisern ist durch unterschiedliche Behandlungsformen möglich. Jeder einzelne Behandlungsansatz verfolgt das Ziel, die Besenreiser in folgenden Körperregionen zu beseitigen:

  1. Oberschenkel
  2. Innenseiten der Unterschenkel
  3. Knöchelregion

Besenreiser: eine Definition

Als Besenreiser werden dünne Aussackungen von Venen in einem netzartigen Gebilde bezeichnet, die sich in blau-rötlicher Farbgebung deutlich sichtbar unter der Haut abzeichnen. Besenreiser sind eine Unterkategorie der Krampfadern, von der vor allem Frauen betroffen sind. Obwohl Besenreiser normalerweise zu keinen gesundheitlichen Einschränkungen führen, wünschen viele Betroffene eine Beseitigung dieser Hauterscheinung. Denn die meisten Patienten und Patientinnen stören sich am ästhetischen Erscheinungsbild der Besenreiser.

Besenreiser sind das Resultat eines erhöhten Drucks, der auf die Blutgefäße wirkt und die Konsistenz bzw. Funktionsweise der Venen verändert. Das über die Venen zum Herz beförderte Blut staut sich. Deshalb dehnen sich Gefäßwände aus. Die Besenreiser werden als kleine Äderchen deutlich sichtbar. Typische Ursachen von Besenreiser sind folgende:

  • Bluthochdruck
  • erhöhter Nikotin- und Alkoholkonsum
  • Bewegungsmangel

Mit welchen Methoden können Besenreiser entfernt werden?

Methoden ohne ärztliche Unterstützung

Wer Besenreiser entfernen lassen möchte, muss nicht zwangsläufig einen Arzt konsultieren. Einige Maßnahmen regen die Durchblutung der Haut an. Besenreiser können durch diese Methoden verschwinden. Obwohl die Hauterscheinung häufig auf einer erblichen Veranlagung basiert und auch bei einer Umstellung der Lebensgewohnheiten bestehen bleibt, erzielen die Maßnahmen gute Erfolge. Wer sich konsequent an die Empfehlungen hält, kann eventuell sogar auf ärztliche Unterstützung verzichten.

1. Wechselduschen und Massagen

Regelmäßige Massagen mit einer Bürste aktivieren die Durchblutung der Haut. Diese gesteigerte Durchblutung begünstigt eine Straffung des Bindegewebes. Die Folge: das Risiko der Bildung neuer Besenreiser sinkt. Eine ähnliche Wirkung erzielen Wechselduschen, die ebenfalls den Kreislauf sowie die Durchblutung anregen. Wechselduschen trainieren die Blutgefäße, sich bei Wärme schnell auszudehnen sowie bei Kälte zusammenzuziehen. Die Blutgefäße werden elastischer. Das Blut wird besser und effektiver in Richtung Herz transportiert.

2. Sport und Bewegung

Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Laufen sind eine Wohltat für die Wadenmuskulatur. Dieser Teil der menschlichen Muskulatur ist unersetzlich, um Blut aus den Venen zum Herz zu pumpen. Durch diesen Verlauf staut sich kein Blut in den Beinen. Es entstehen weniger Besenreiser. Weil Bewegung zudem den Kreislauf aktiviert und die Durchblutung verbessert wird, ist die Ausbildung neuer Besenreiser ebenfalls gedämmt.

3. Gesunde Ernährung

Eine ausgewogene und gesunde Ernährungsweise unterstützt die Durchblutung des Bindegewebes. Wer seinen Fett- und Fleischkonsum einschränkt sowie täglich Obst und Gemüse zu sich nimmt, wirkt Besenreisern durch die richtige Nahrung entgegen. Weiterhin wird die Ausscheidung von Schadstoffen angeregt, indem Betroffene täglich mindestens zwei Liter Tee oder Wasser zu sich nehmen. Wer gesunde Snacks wie Nüsse gesüßten Getränken und Speisen vorzieht, legt eine wichtige Basis zur Beseitigung von Besenreisern.

Methoden mit medizinischer Unterstützung

Schlagen all diese Versuche fehl, sollten sich Patienten und Patientinnen die Unterstützung eines Facharztes suchen. Die Mediziner untersuchen die Beinvenen zumeist zuerst mit einem Ultraschallgerät. Nach dieser Untersuchung kann ein Arzt den Schweregrad der Besenreiser beurteilen und ebenfalls tiefer liegende Venen untersuchen. Auf den Erkenntnissen dieser Untersuchungen basierend, stehen den Ärzten verschiedene Methoden zur Entfernung der Besenreiser zur Wahl. Bei klassischem Behandlungsverlauf werden die Eingriffe ambulant und ohne Betäubung durchgeführt.

1. Lasertherapie

Besenreiser werden per Lasergerät beseitigt, indem die durch den Laser gebündelte Lichtenergie die erweiterten feinen Venen verödet. Das im Vorfeld einfarbige Laserlicht wird in Abhängigkeit der Farbe der Besenreiser in roter oder blauer Farbgebung absorbiert. Dadurch wird das Blut in den Gefäßen stark erhitzt. Die Blutgefäße erleiden eine irreversible Schädigung und werden anschließend vom Körper abgebaut. Diese Behandlungsform, durch die keinerlei Narben entstehen, wird insbesondere bei dünnen Gefäßen angewandt. Allerdings können nach der Behandlung Pigmentveränderungen auf den jeweiligen Hautregionen auftreten.

Tipp der Redaktion: Tragen behandelte Personen nach der Lasertherapie Kompressionsstrümpfe, wird der Heilungsprozess begünstigt.

2. Blitzlampe „IPL“

Mit der Blitzlampe können Patienten ebenfalls Besenreiser beseitigen lassen. Die Blitzlampe gibt einfarbige Lichtimpulse – sogenannte IPL – an die Haut ab. Ähnlich wie beim Laserverfahren, werden die Farbpigmente der Besenreiser absorbiert. Die Blutgefäße werden erhitzt und im nächsten Schritt zerstört. Im Gegensatz zur Laserbehandlung ist das IPL-Verfahren besonders gut für großflächige Hautareale geeignet. Nehmen Betroffene mehrere Sitzungen vor, verschwinden die Besenreiser weitgehend vollständig.

3. Verödung

Eine Verödung der Besenreiser erfolgt, indem ein Arzt die erweiterten Blutgefäße mit einer Nadel punktiert und verödende Substanzen wie Polidocanol injiziert. Dieser Wirkstoff breitet sich in den Gefäßen aus und verödet die Besenreiser. Daraufhin baut der Körper die Gefäße ab. Ein Nachteil dieser Methode ist, dass das Verödungsmittel während der Injektion leicht brennt. Der Grund für die Schmerzbildung sind die gezielt gereizten Gefäßinnenwände. Nach dem Eingriff ist es möglich, dass die medizinisch verklebten Gefäße als blaue Flecken in Erscheinung treten. Auch nach dieser Behandlung sind Betroffene gut beraten, für einige Tage Kompressionsstrümpfe zu tragen. Das finale Resultat erblicken Patienten nach einigen Wochen, nachdem der Körper die zerstörten Gefäße abgebaut hat.

Komplikationen der Behandlung

Ein großer Vorteil der Besenreiserbeseitigung ist, dass Ärzte die Behandlung als verhältnismäßig risikoarm und sicher einstufen. Dennoch sind Komplikationen nicht 100%ig ausgeschlossen. Typische Komplikationen nach einer Beseitigung der Besenreiser sind:

  • Blutergüsse
  • Sensibilitätsstörungen der Haut
  • allergische Reaktionen auf Verödungsmittel (bei einer Verödung)
  • Bildung kleiner Hautgeschwüre

Darüber hinaus verursachen Lasertherapien eventuell Juckreiz, Rötungen, Hautinfektionen oder Blutergüsse. Bei normalem Heilungsverlauf klingen die Symptome wenige Tage nach der Behandlung ab.

Tipp der Redaktion: Verschlimmern sich die Begleiterscheinungen der Besenreiserbeseitigung, ist die Konsultation beim behandelnden Facharzt dringend notwendig.

Welche Nachsorgemaßnahmen begünstigen den Heilungsverlauf?

Nach der Besenreiserbeseitigung klebt ein Facharzt üblicherweise Kompressionstupfer auf die Haut, über die wiederum Kompressionsstrümpfe gezogen werden. Nach einer Erstbehandlung wird Patienten und Patientinnen angeraten, die Kompressionsstrümpfe mindestens eine Woche lang ohne Pause zu tragen. Sind die Tupfer fachärztlich beseitigt worden, tragen Betroffene die Kompressionsstrümpfe weitere vier bis sechs Wochen, allerdings nur noch zur Tageszeit. Bei Nachbehandlungen reduziert sich die Tragezeit der Kompressionsstrümpfe auf eine Woche. Die weiteren Nachsorgemaßnahmen tragen ebenfalls zu einem effektiven Heilungsprozess bei:

  1. einwöchiger Verzicht auf Sport und anderweitige körperliche Anstrengungen
  2. einmonatiger Verzicht auf direkte Sonneneinstrahlung
  3. keine Saunagänge für vom Arzt empfohlenen Zeitraum
  4. keine Behandlung von Blutergüssen mit Heparinsalben

Kosten des medizinischen Verfahrens

Der Kostenaufwand für eine Entfernung von Besenreisern basiert auf unterschiedlichen Faktoren. Neben dem Honorar für den behandelnden Schönheitschirurgen tragen die angewendete Methode sowie der Standort der Klinik zur Preisbildung bei. Eine weitere ausschlaggebende Komponente ist der Umfang der behandelten Venenpartie. Ein etwaiger Preis für eine Verödung von Besenreisern beläuft sich auf 50 bis 100 Euro je Sitzung. Die Kosten einer Lasertherapie betragen 75 bis 150 Euro.

Tipp der Redaktion: Damit diese Verfahren ein dauerhaft erfolgreiches Resultat erzielen, müssen Patienten und Patientinnen im Regelfall mehrere Sitzungen einplanen. Aus dem Grund müssen Betroffene ungefähr mit dem Drei- bis Fünffachen des Kostenanteils für eine Sitzung rechnen.

Weil es Krankenkassen als ästhetischen Eingriff einstufen, die Besenreiser entfernen zu lassen, übernehmen die Krankenversicherungen die Finanzaufwendungen nicht.

Wo können Patienten Besenreiser entfernen lassen?

Die richtigen Ansprechpartner für Besenreiserbeseitigungen sind Fachärzte für Phlebologie und Gefäßchirurgie. Diese Mediziner sind die richtigen Ansprechpartner, um die Voruntersuchungen durchzuführen und die Beschaffenheit der Besenreiser zu überprüfen. Nach diesen medizinischen Kontrollen dürfen sich Betroffene gern auf die Unterstützung eines plastischen Chirurgen berufen. Verfügen Fachärzte für plastische Chirurgie über die notwendige Expertise zur Besenreiserentfernung, sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung geschaffen.

Vor- und Nachteile der Besenreiserentfernung

Nicht nur aus optischen Gründen ist es empfehlenswert, Besenreiser entfernen zu lassen. Weil Besenreiser ein Vorstadium der körperlich wesentlich gefährlicheren Krampfadern sind, verfolgt eine Beseitigung von Besenreisern auch durchaus einen medizinischen Zweck.

Vorteile

  • umfangreiches Behandlungsspektrum ermöglicht individuelle Anpassung an die Bedürfnisse einzelner Patienten
  • partiell sehr schonende und schmerzfreie Methoden
  • verbessertes Lebensgefühl und mehr Selbstvertrauen nach Behandlung
  • effektive Maßnahme zur Vorbeugung von Krampfadern
  • relativ geringer Kostenansatz für Therapien

Nachteile

  • Krankenversicherungen erklären sich nicht zur Übernahme der Behandlungskosten bereit
  • mehrere Sitzungen sind für dauerhaften Erfolg notwendig
  • Nachsorge-intensiver Eingriff