Chemisches Peeling

Chemisches Peeling: mit Fruchtsäure zur Hautverjüngung

Anwendungsgebiete des Peelings

Einerseits frischt die nichtinvasive Methode alternde Haut effektvoll auf. Deshalb ist ein chemisches Peeling für diese Körperbereiche geeignet:

  1. Gesicht
  2. Dekolleté
  3. Hals
  4. Handrücken
  5. Rücken

Weiterhin wirkt sich die Behandlungsform positiv auf diese Hauterscheinungen auf:

  1. Akne/Aknenarben
  2. Hypertrophe Narben
  3. Pigmentveränderungen
  4. Erweiterte Poren
  5. Extrem fettige Haut

Die Wirkungsweise eines chemischen Peelings

Bei einem chemischen Peeling wird eine Substanz auf der Hautoberfläche aufgetragen, die einzelne Teile der Oberhaut (der Epidermis) oder der Lederhaut (der Dermis) gezielt angreift. Automatisch wird durch das Peeling eine Erneuerung dieser Hautbereiche angeregt. In der Abheilphase regeneriert und verjüngt sich das Hautgewebe nach der Behandlung. Als Folge wirkt das Hautbild jugendlicher und glatter. Im Einzelnen bewirkt das Peeling auf der Haut folgende Effekte:

  • Anregung der Kollagenbildung in tieferen Hautschichten
  • Ein Teil der Epidermis wird abgetragen

Was im ersten Moment so unkompliziert erscheinen mag, sollte aber dennoch genau durchdacht sein. Denn Betroffene sollten bedenken, dass Mediziner bei einem chemischen Peeling mit effizienten Säuren arbeiten.

Tipp der Redaktion: In einem Gespräch mit einem versierten Mediziner sollten sich Betroffene genau überlegen, welche Form des chemischen Peelings für sie in Frage kommt und sinnvoll erscheint.

Anatomie der Haut

Formen des chemischen Peelings

Chemische Peelings werden nach drei bzw. vier Formen unterschieden. Diese Arten variieren in ihrer Intensität. Weil ein oberflächliches Peeling nur die obere Hautstruktur verbessert, wird diese Variante auf Wunsch ohne Betäubung durchgeführt. Bei einem mitteltiefen Peeling erhalten Patienten und Patientinnen im Bedarfsfall schmerzstillende Tropfen. Über mögliche Betäubungsmethoden des tiefen Peelings beraten Mediziner auf Wunsch gern.

Mögliche Nebenwirkungen oder Komplikationen

Etwaige Nebenwirkungen oder Komplikationen treten gehäuft bei einem tiefen chemischen Peeling auf. Weil die Wirkungsweise von der Fruchtsäure bei diesem Verfahren besonders intensiv ist, wird die Haut nach der Behandlung auch besonders stark in Mitleidenschaft gezogen. Deshalb ist bei einem tiefen Peeling ein hohes Risiko gegeben, dass die errötete Gesichtshaut aufquillt und die äußere Hautschicht abstößt. Die akute Abheilphase ist nach zwei Wochen überwunden. Eine Rötung der Gesichtshaut kann sich jedoch über mehrere Wochen erstrecken. Ein generelles Risiko besteht in möglichen Pigmentstörungen oder Verätzungen einschließlich Narbenbildung. Allerdings sind derartige Komplikationen nur zu erwarten, wenn die Fruchtsäure zu lange einwirkt oder in zu hoher Konzentration angewendet wird. Dieses Risiko umgehen Betroffene, indem sie sich an versierte Spezialisten wie Dermatologen, Fachärzte für plastische und ästhetische Chirurgie oder medizinische Kosmetiker wenden.

Tipp der Redaktion: Der beste Zeitpunkt für ein chemisches Peeling ist der Winteranfang. Weil die Haut vor allem bei starken chemischen Peelings sehr blass ist, sollte diese nach der Behandlung bis zu drei Monate lang keiner intensiven Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

Patienten sowie Patientinnen mit einer Neigung zu Unverträglichkeiten der Haut sollten sich vor einem chemischen Peeling unbedingt durch einen Dermatologen beraten lassen. Um Komplikationen zu vermeiden, ist es dringend erforderlich, vor der Behandlung genaue Vereinbarungen über die Einwirkzeit und Konzentration der Fruchtsäure zu treffen.

Kosten für ein chemisches Peeling

Die Kosten eines chemischen Peelings hängen von Faktoren wie dem ausgewählten Mediziner oder der Intensität der Behandlung ab. Bei einer intensiven Behandlung wie einem tiefen Peeling müssen Betroffene mit einem Maximum von 1.500 rechnen. Dementsprechend sind Eingriffe mit leichten Säuren preiswerter. Allerdings müssen diese Methoden regelmäßig wiederholt werden, um stärkere Effekte zu erzielen.

Vor- und Nachteile der Behandlung

Vorteile

  1. Bei fachgemäßer Anwendung geringes Risiko
  2. Kurze Behandlungsdauer
  3. Optische Erfolge auf Haut binnen kurzer Zeit sichtbar
  4. Verhältnismäßig kurze Regenerationszeit
  5. Verbesserung der Hautstruktur ohne operativen Eingriff

Nachteile

  1. Verzicht auf direkte Sonneneinstrahlung über einen längeren Zeitraum
  2. Effekt auf das Hautbild hängt von Wahl der Methode ab
  3. Relativ hohe Kosten (werden nicht von Krankenkasse übernommen)