Handverjüngung

Sanfte Wege zur Handverjüngung

Hände sind wie eine Visitenkarte des Menschen. Denn es gibt schier unzählige Situationen, in denen die Blicke automatisch auf die Hände gerichtet sind. Ob bei Unterhaltungen, der Nahrungsaufnahme oder einer einfachen Begrüßung – überall richtet sich der Fokus auf die Hände. Lindern Alterserscheinungen wie Altersflecken, hervortretende Venen oder Falten jedoch das Erscheinungsbild, fühlen sich Betroffene oft unwohl in ihrer Haut. Diesem Problem verschafft eine Handverjüngung Abhilfe.

Alternde Hände: die wichtigsten Ursachen

Hände altern mit den Menschen mit. Die Haut verliert an Elastizität und wird faltig. Besonders tragisch: der Alterungsprozess setzt an den Händen zumeist vorzeitig ein. Denn eine Hand wird mit vielen Belastungen konfrontiert. Ob durch die stetige Belastung mit Sonnenstrahlen, den Kontakt mit chemischen Reinigungsmitteln oder dauerhafte mechanische Beanspruchungen – die Hände werden durch viele Reize in Mitleidenschaft gezogen. Weitere Komponenten wie mangelnde Feuchtigkeit oder der Verlust gefestigter Fasern begünstigen die Bildung auffälliger Venen auf dem Handrücken.

Besonders belastend ist die Situation für Menschen, die noch relativ jung sind. Allerdings können sich auch ältere Menschen an einer übermäßigen Pigmentierung oder erschlaffter Haut stören. Fühlen sich Betroffene in ihrer Haut noch sehr jung, sind gealterte Hände ein Problem, die das Selbstwertgefühl deutlich beeinträchtigen können.

Doch ganz gleich, welcher Beweggrund Patienten und Patientinnen zu einer Handverjüngung veranlasst – die Behandlung hilft dabei, sich in der eigenen Haut wieder richtig wohl zu fühlen. Unterschiedliche Methoden stehen zur Verfügung, um Pigmentflecken zu beseitigen, die Haut zu straffen oder Venen weniger dominant erscheinen zu lassen. Hierbei werden die Methoden dem jeweiligen Hautbild und ästhetischen Problem angepasst.

Methoden der Handverjüngung

Es gibt verschiedene Verfahren, um die Haut auf der Hand zu verjüngen. Die Wahl einer geeigneten Methode hängt vom jeweiligen Behandlungsziel ab.

Beseitigung von Altersflecken/Pigmentstörungen

Peelings sind eine bewährte Methode zur Beseitigung von Altersflecken. Im Rahmen dieser Peelings tragen chemische Stoffe oder Fruchtsäuren dazu bei, obere Hautschichten abzutragen. Die Altersflecken verschwinden. Für eine Entfernung von Pigmentstörungen ist dieses Verfahren jedoch nur geeignet, wenn sich die Pigmentflecken in oberen Hautbereichen befinden.

Eine weitere Methode zur Beseitigung von Altersflecken ist die Mikrodermabrasion. Oberste Hautschichten werden durch ein feines Schleifgerät abgetragen. Der Teint der Haut wirkt wesentlich frischer. Leiden Menschen an umfangreichen Pigmentstörungen, ist eine Lasertherapie ein häufig verwendetes Verfahren. Lasergeräte erzeugen Hitze, die wiederum die Pigmente zerstört. Diese Pigmente baut der Körper über einen längeren Zeitraum ab. Weil die Haut nach einer Laseranwendung zumeist einer längeren Regenerationszeit bedarf, muss das Verfahren im Bedarfsfall nach ungefähr vier bis sechs Wochen wiederholt werden.

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Entfernung von Falten

Um eine Hand durch eine Beseitigung von Falten zu verjüngen, hat sich eine Unterspritzung mit Eigenfettbewährt. Diese Injektion setzt eine Fettentnahme eines anderen Körperteils einschließlich einer speziellen Aufbereitung des Körperfetts voraus. Anschließend injiziert ein Arzt das Fett in die entsprechenden Hautfalten, um eine Straffung der Haut herbeizuführen. Ein positiver Nebeneffekt dieser Behandlung ist, dass Venen weniger dominant aus der Hand hervortreten. Eine Alternative zur Therapie mit Eigenfett ist ein Eingriff mit einem sogenannten Filler. Bei diesem Verfahren wird Patienten ein spezielles Füllmaterial – zumeist auf Basis von Hydroxylapatit oder Hyaluronsäure – in die Hand unterspritzt.

Behandlung hervortretender Venen

Damit hervortretende Venen auf der Haut weniger auffällig erscheinen, bedürfen sie einer Verödung. Für diesen medizinischen Vorgang injiziert ein Facharzt ein Verödungsmittel in die Vene, das die Gefäßwände absichtlich entzündet bzw. schädigt. In diesem Bereich entsteht ein Blutgerinnsel, das einen Verschluss der Vene verursacht. Der Körper zersetzt das Gerinnsel. Die geschädigte Vene verklebt. Weil durch diese zerstörten Gefäße kein Blut mehr fließt, rückt die Vene automatisch nicht mehr so deutlich hervor. Eine Alternative zur Verödung der Vene ist eine Lasertherapie. In dem Fall werden die Schädigungen der Gefäßwand durch Wärme hervorgerufen.

Wie verläuft die postoperative Pflege nach einer Handverjüngung?

Nach dem Eingriff raten Fachärzte bei den meisten Methoden dazu, die behandelten Hautpartien mit Auflagen zu kühlen. Damit der Heilungsprozess effektiv voranschreitet, müssen die betroffenen Hände nach der Therapie bewusst geschont werden.

Weitere Nachsorgemaßnahmen beziehen sich auf Kompressionsverbände, die Betroffene verwenden sollten, wenn deren Venen verödet oder andere Verfahren mit einem deutlich anschwellenden Effekt angewendet wurden. Die Haut benötigt spezielle Pflegeprodukte, wenn die Verjüngung mithilfe von Cremes oder Peelings durchgeführt wurde. Generell sollten Patienten auf einen ausreichenden UV-Schutz Acht geben. Bei hoher Sonneneinstrahlung besteht ein erhöhtes Risiko zur Bildung von Pigmentstörungen.

Komplikationen der Handkorrektur

Im Vergleich zu anderen Behandlungen der Schönheitschirurgie ist das Risikopotential bei Handverjüngungen relativ gering. Die meisten Eingriffe zur Verbesserung des Hautbilds sind relativ klein. Aber dennoch ist es nicht gänzlich ausgeschlossen, dass die folgenden Komplikationen auftreten können:

  1. Schwellungen
  2. Rötungen
  3. Infektionen
  4. Wundheilungsstörungen
  5. Nervenverletzungen einschließlich Taubheitsgefühl
  6. Missempfindungen
  7. Schmerzen

Bei Anwendungen mit einem Lasergerät oder der Mikrodermabrasion sind Schädigungen oberer Hautschichten oder Verbrennungen nicht ausgeschlossen. Aufgrund dessen bilden sich unter Umständen unerwünschte Narben heraus. Allergische Reaktionen sind eine seltene Folge von Anwendungen mit lokalen Anästhetika oder Füllmitteln für eine Faltenunterspritzung. Zudem müssen Patienten und Patientinnen in Ausnahmefällen mit Unregelmäßigkeiten auf der Haut rechnen.

Wie teuer sind die Eingriffe?

Die Preise für eine Handverjüngung hängen von der gewählten Methode ab. So kostet eine Mikrodermabrasion etwa 50 bis 100 Euro. Generell steigen die Kosten mit dem Aufwand der Behandlungen. Deshalb ist es gut möglich, dass Betroffene für eine Verjüngung der Hand via Laserverfahren einen Preis von 100 bis 200 Euro einplanen sollten. Auch wenn diese Preise im ersten Moment recht moderat erscheinen, sollten Betroffene eines bedenken: wer lang andauernde und deutlich sichtbare Erfolge erzielen möchte, muss zumeist mehrere Sitzungen einplanen. Weil bestimmte Verfahren wie Peelings oder Lasertherapien von Ärzten oder Kosmetikern offeriert werden, entstehen deutliche Preisunterschiede bei den Abrechnungen. Im Regelfall sind die Gebühren für Kosmetiker wesentlich geringer als für Fachärzte wie plastisch-ästhetische Chirurgen oder Dermatologen. Allerdings ist das Behandlungsspektrum von Kosmetikern jedoch deutlich eingeschränkter.

Vor- und Nachteile der Handverjüngung

Eine Handverjüngung ist eine rein ästhetische Behandlung, die einzig der optischen Aufwertung des Hautbilds dient. Legen Betroffene auf ein gepflegtes Hautbild besonders großen Wert, lohnt sich die Investition ganz gewiss.

Vorteile

  • Risiken sind relativ gering
  • Auswahlmöglichkeiten aus verschiedenen Behandlungsansätzen
  • überschaubarer Kostenansatz
  • kleine Eingriffe mit deutlich sichtbarem Effekt

Nachteile

  • für langfristige Erfolge bedürfen viele Therapien einer mehrfachen Anwendung
  • Krankenkassen tragen Behandlungskosten nicht

Häufige Fragen zum Thema Handverjüngung

Warum altern Hände besonders früh?

Sie sind ständiger Belastung ausgesetzt: Sonnenstrahlung, chemische Reinigungsmittel und dauerhafte mechanische Beanspruchung. Dazu kommen mangelnde Feuchtigkeit und der Verlust gefestigter Fasern, wodurch Venen auf dem Handrücken auffällig hervortreten. Bei heller Haut und häufiger Sonneneinstrahlung beginnen die Alterserscheinungen schon ab dem 35. Lebensjahr.

Was hilft gegen Altersflecken an den Händen?

Peelings mit chemischen Stoffen oder Fruchtsäuren tragen obere Hautschichten ab, geeignet allerdings nur bei oberflächlich liegenden Pigmentflecken. Die Mikrodermabrasion schleift die oberste Hautschicht fein ab. Bei umfangreichen Pigmentstörungen zerstört eine Lasertherapie die Pigmente durch Hitze, die der Körper anschließend abbaut.

Wie lassen sich Falten an den Händen glätten?

Bewährt hat sich die Unterspritzung mit Eigenfett, das zuvor an anderer Stelle entnommen und aufbereitet wird. Nebenbei treten die Venen dadurch weniger hervor. Alternativ kommen Filler auf Basis von Hyaluronsäure oder Hydroxylapatit zum Einsatz. Der straffende Effekt lässt nach sechs bis zwölf Monaten nach.

Was tun gegen hervortretende Venen?

Bei der Verödung spritzt der Arzt ein Mittel in die Vene, das die Gefäßwände gezielt schädigt. Es bildet sich ein Blutgerinnsel, das die Vene verschließt, der Körper baut es ab und die Vene verklebt. Weil kein Blut mehr hindurchfließt, tritt sie nicht mehr hervor. Alternativ schädigt eine Lasertherapie die Gefäßwand durch Wärme. Vorher müssen die Gefäße ein Venologe prüfen.

Was gehört zur Nachsorge?

Bei den meisten Methoden kühlende Auflagen und bewusste Schonung der Hände. Nach Injektionen raten viele Ärzte, die Hände auf Schienen ruhigzustellen. Nach einer Venenverödung oder stark anschwellenden Verfahren sind Kompressionsverbände sinnvoll. Nach Peelings braucht die Haut spezielle Pflegeprodukte, und ausreichender UV-Schutz ist in jedem Fall wichtig.

Welche Komplikationen sind möglich?

Das Risiko ist im Vergleich zu anderen schönheitschirurgischen Eingriffen gering. Vorkommen können Schwellungen, Rötungen, Infektionen, Wundheilungsstörungen, Nervenverletzungen mit Taubheitsgefühl, Missempfindungen und Schmerzen. Bei Laser oder Mikrodermabrasion sind Schäden oberer Hautschichten oder Verbrennungen mit Narbenbildung nicht ausgeschlossen.

Was kostet eine Handverjüngung?

Eine Mikrodermabrasion liegt bei etwa 50 bis 100 Euro, eine Laserbehandlung bei 100 bis 200 Euro. Für dauerhafte Ergebnisse sind meist mehrere Sitzungen nötig. Kosmetiker rechnen deutlich günstiger ab als Fachärzte, bieten aber ein eingeschränkteres Behandlungsspektrum. Als rein ästhetischer Eingriff wird die Handverjüngung nicht von den Kassen bezahlt.