Mikrodermabrasion

Die Mikrodermabrasion verfeinert das Hautbild

Mikrodermabrasion: für ein besseres Hautbild

Unsere Haut ist Tag für Tag besonderen Belastungen ausgesetzt. Eine starke UV-Einstrahlung, sich stetig verändernde klimatische Bedingungen, der Kontakt zu Kosmetika oder Waschsubstanzen jeglicher Art – all diese Komponenten gehen an der Haut nicht spurlos vorüber. Die natürliche Hautbarriere wird strapaziert. Die Hautstruktur verändert oder verschlechtert sich. Diesem Prozess wirkt die Mikrodermabrasion entgegen.

Was ist die Mikrodermabrasion?

Die Mikrodermabrasion ist ein mechanisches Peelingverfahren, das die Hautstruktur aufwertet. Insbesondere Kosmetiker und Dermatologen führen diese Anwendung durch, in der zwei Komponenten aufeinandertreffen. Der Begriff „Mikro“ – in deutscher Sprache als „klein“ übersetzt – kennzeichnet den Umfang der Behandlungsmethode. Die Bezeichnungen „Derma“ sowie „Brasion“ beziehen sich auf die Wörter „Haut“ sowie „schleifen“. Das bedeutet, dass bei einer Mikrodermabrasion Haut in kleinerem Ausmaß abgeschliffen wird. Diese Methode kann generell am ganzen Körper angewendet werden. Dennoch ist das Gesicht die Körperpartie, bei der das Verfahren besonders häufig eingesetzt wird. Die Mikrodermabrasion hat sich als eines der schonendsten Verfahren gegen Fältchen, Narben oder unreine Haut bewährt.

Tipp der Redaktion: Wer nach einer Mikrodermabrasion ein besonders wirkungsvolles Resultat erzielen möchte, sollte die Behandlung je nach Hautbild sowie Hauttyp mit einer Ultraschallbehandlung kombinieren.

Was bewirkt die Mikrodermabrasion?

Die Wirkungsweise einer Mikrodermabrasion ist sehr komplex. Dieses Verfahren löst im Körper verschiedene Prozesse aus, die allesamt einem verbesserten Erscheinungsbild der Haut zugutekommen.

  1. Komplett schmerzfreie Entfernung von abgestorbenen Hautzellen
  2. Aktivierung des Lymphflusses
  3. Anregung der Neubildung von Hautzellen
  4. Steigerung der Mikrozirkulation von Zellen (diese begünstigt automatisch den Wiederaufbau einer intakten Hornschicht)
  5. Auf der Haut aufgetragene Wirkstoffe wirken intensiv ein (führt zu einer Normalisierung der Zellbildung der Haut)
  6. Stimulierung der Elastanbildung (Haut erscheint frischer und straffer)

All diese Wirkungsweisen sind direkt im Anschluss an die Behandlung ersichtlich. Dennoch sollten Patienten und Patientinnen nach ersten Anwendungen keine Wunder erwarten. Befinden sich Falten oder andere Unebenheiten in tieferen Hautschichten, bedürfen zufriedenstellende Behandlungsergebnisse zumeist mehrerer Anwendungen.

Für wen ist das medizinisch-kosmetische Verfahren geeignet?

Die Mikrodermabrasion eignet sich in erster Linie für alle Betroffenen, die bereits seit längerer Zeit unter Akne oder Aknenarben leiden. Darüber hinaus empfehlen Mediziner und Kosmetiker diese Behandlungsform für Menschen, die Narben, großporige Haut oder trockene Haut aufweisen.

Auch bei der Beseitigung bzw. Linderung von Schwangerschaftsstreifen oder Cellulitis ist die Mikrodermabrasion ein probates Verfahren. Des Weiteren hat sich die Behandlungsform als Anti-Aging-Behandlung bewährt.

Dermatologen sowie Kosmetiker betonen ebenfalls, dass diese Behandlung Pigmentflecken oder andere Farbunterschiede auf der Haut mildert.

Wie funktioniert die Behandlung?

Vorbereitung

Die vorbereitenden Schritte einer Mikrodermabrasion laufen wie folgt ab:

  1. Analyse der zu behandelnden Haut (einschließlich Struktur und Sensibilität der Haut)
  2. Sanfte Reinigung als Vorbereitung auf die Behandlung
  3. Erweiterte intensive Reinigung mit speziellen Produkten für die Haut
  4. Entfettung der Hautoberfläche

Behandlung

Anschließend wird die Mikrodermabrasion durchgeführt. Bei dieser Behandlung kommen feinste Kristalle zum Einsatz. Diese Methode ist mit dem Sandstrahlenprinzip vergleichbar. Um ein unangenehmes Gefühl zu vermeiden, wird die Haut mit einer lokal betäubenden Salbe behandelt. Bei längeren Sitzen ist bei schmerzempfindlichen Menschen durchaus eine Betäubungsspritze sinnvoll.

Bei einer Mikrodermabrasion im Gesicht setzen Patienten und Patientinnen einen Augenschutz gegen die Kristallsplitter auf. Anschließend wird das Gerät aktiviert.

Das für die Behandlung eingesetzte Schleifgerät besteht aus mehreren Kristallköpfen, die unter Anwendung eines Druckluftsystems auf der Haut aufgesetzt werden. Mit kleinen „Schüssen“ rieseln die feinen Kristalle auf die Haut, um durch dieses Verfahren die oberste Hautschicht abzutragen. Diese der Dermabrasion ähnelnde Methode wird so lange ausgeführt, bis kleine Pünktchen in den Hautporen entstehen.

Dieses Erscheinungsbild kennzeichnet kleinere lokale Blutungen. Bewirken andere Hautbehandlungen jedoch eine deutliche Schuppenbildung, tritt dieser Effekt bei der Mikrodermabrasion nicht ein.

Interessante Tipps zur Nachsorge

Dermatologen und Kosmetiker raten davon ab, die Haut nach einer Mikrodermabrasion mit fettigen Cremes, Ölen oder Salben zu konfrontieren. Der Nachteil derartiger Produkte besteht darin, eine Verhornung der Haut unnötig zu fördern.

Tipp der Redaktion: Wesentlich sinnvoller sind als Alternative zu Fettprodukten Pflegemittel, die der Haut mehr Feuchtigkeit spenden.

Zudem sind Betroffene nach der Anwendung gut beraten, die Haut effizient vor einer intensiven Sonneneinstrahlung zu schützen. Ein wichtiger Aspekt der Vor- und Nachsorge ist der strikte Verzicht auf Alkohol und Nikotin. Alkohol wirkt wie ein Blutverdünner, der somit Komplikationen wie Hämatome auslösen kann. Nikotin begünstigt eine Gefäßverengung und behindert aufgrund dieser Wirkungsweise den Heilprozess.

Vor- und Nachteile der Mikrodermabrasion

Die Mikrodermabrasion ist mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen verbunden. Hierbei gilt es, diese Plus- und Minuspunkte sinnvoll gegeneinander abzuwägen.

Vorteile

  1. Hautabtragung ist bei dieser Methode regulierbar und kontrollierbar.
  2. Es erfolgt keine einfache Abnahme von Hautschichten. Stärke der Abtragung der Hautschichten hängt von Intensität der Abtragungen sowie Anzahl durchgeführter Behandlungen ab.
  3. Die Haut verhornt sich durch Mikrodermabrasion nicht verstärkt. Vielmehr normalisiert und stabilisiert sich die Talgproduktion der Haut. Dieser Effekt führt auch bei fettiger oder unreiner Haut zu einer effektiven sowie dauerhaften Verbesserung.
  4. Ernstzunehmende Komplikationen wie eine Krustenbildung treten in vergleichbaren Verfahren wie einer Laserbehandlung wesentlich häufiger auf.

Nachteile

  1. Nach einer Mikrodermabrasion kann um sensible Gesichtsbereiche wie den Mund, die Nase und Augen ein unangenehmes Gefühl auftreten.
  2. Es besteht ein gewisses Grundrisiko, eine Allergie gegen die während des Verfahrens verwendeten Kristalle zu entwickeln. Deshalb ist es sinnvoll, die Wirkungsweise der Kristalle vor der ersten Behandlung am Unterarm zu testen.
  3. Eine Behandlung bei zu hoher Intensität führt schlimmstenfalls zu einer Reizung oder gar Schädigung der Haut.