Eine Penisverlängerung: wenn Größe eben doch alles ist

Die Durchschnittslänge von einem erigierten Penis beträgt bei europäischen Männern 14 Zentimeter. Liegt die Länge des Glieds bei betroffenen Männern weit unter dem Durchschnitt, leiden Betroffene oft sehr darunter. Das subjektive Gefühl über einen zu kurzen Penis kann das allgemeine Wohlempfinden stark beeinträchtigen. Die Folge: nicht nur das Selbstwertgefühl, sondern auch das Sexualleben wird stark beeinträchtigt. Psychische Probleme können auftreten. Ein krankheitsbedingtes Phänomen ist der Mikropenis. Allerdings betonen Mediziner, dass der sogenannte Mikropenis dennoch eine relativ selten auftretende Erscheinung ist. Von einem Mikropenis ist bei einem männlichen Glied die Rede, das noch nicht einmal 2,5 Zentimeter lang ist. Eine häufige Ursache für dieses Krankheitsbild ist vermutlich eine Fehlfunktion der Hoden, die nur unzureichend männliche Geschlechtshormone ausschütten. Wird aufgrund subjektiven Empfindens, dieser Fehlfunktion, eines genetischen Defekts oder einer Vergiftung ein zu kurzer Penis diagnostiziert, hilft eine Penisverlängerung weiter.

Verlängerungen des Penis: die Erfolgsaussichten

Im Rahmen einer Penisvergrößerung kann der sichtbare Teil des Penis im erschlafften Zustand an bis zu sechs Zentimeter an Länge gewinnen. Zudem besteht die Möglichkeit, bei einer geringen Penisgröße auch eine Penisverdickung herbeizuführen.

Vorbereitungen auf die Verlängerung

Damit der Heilungsprozess nach der medizinischen Therapie stetig voranschreitet, sollten Männer zwei Wochen vor dem Eingriff weitgehend komplett auf Nikotin sowie Alkohol verzichten. Nikotin reduziert die Durchblutung in kleinen Blutgefäßen. Wundheilungsstörungen können entstehen. Deshalb sollten Betroffene die Abstinenz auch einige Wochen nach der Behandlung fortsetzen.

Außerdem legen Mediziner nahe, blutgerinnungshemmende Arzneimittel abzusetzen. Im Bedarfsfall ist es eventuell notwendig, ein alternatives Arzneimittel für den Behandlungszeitraum zu verwenden. Setzen Patienten die Einnahme der Pharmazeutika konsequent fort, können während der OP unvorhergesehene Blutungen auftreten. Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass diese Blutungen nur schwer gestillt werden können.

Tipp der Redaktion: Ein Beratungsgespräch mit behandelnden Arzt ist vor der Penisverlängerung unerlässlich. Der Mediziner führt erste Untersuchungen durch. Außerdem erschafft ein Facharzt ein realistisches Abbild von den physischen Verbesserungen, die durch den Eingriff möglich sind.

Der Verfahrensablauf der Penisverlängerung

Bei normalem Verlauf erstreckt sich die Operation über ein bis zwei Stunden. Der klassische Verlauf sieht eine örtliche Anästhesie mit zusätzlichem Dämmerschlaf vor. Operiert wird der außen sichtbare Teil des Glieds. Denn im Inneren des Körpers befindet sich die zweite Hälfte des Penis. Dieser im Inneren befindliche Teil trägt in hohem Maße zur Verlängerung des äußeren Teils bei. Der Eingriff erfolgt in diesen Schritten:

  1. Ein Chirurg setzt einen etwa drei Zentimeter großen Schnitt an der Peniswurzel.
  2. Weil der Penis von Bändern gehalten wird, wird das vordere innere Band während der Operation abgetrennt.
  3. Im nächsten Schritt wird der Penis ein Stück nach vorn gezogen.
  4. Operateur fixiert das innere Band wieder.
  5. Weil hintere Bänder nicht beeinflusst werden, bewahrt der Penis seine längliche Ausrichtung.

Im Normalfall ist die am Hodensack und Penis vorhandene Haut ausreichend, um die durch die OP gewonnene Länge auszugleichen.

Tipp der Redaktion: Welche Penislänge Mediziner im Rahmen der Operation dazu gewinnen können, hängt vom Einzelfall ab. Maßgebliche Faktoren für den Umfang des Behandlungserfolgs sind bestehende Verbindungsknorpel zwischen den Beckenknochen, die Länge der inneren Haltebänder sowie der Neigungswinkel des Geschlechtsteils.

Die Fibula-Phalloplastie: die OP-Methode beim Mikropenis

Die Fibula-Phalloplastie wird bei der Behandlung eines sogenannten Mikropenis angewendet. Auch nach Tumorerkrankungen oder Unfällen kommt das medizinische Verfahren im Bedarfsfall zum Einsatz. Bei dieser chirurgischen Therapie entnehmen Ärzte Haut- und Knochengewebe aus dem Wadenbein, aus dem der Penis geformt wird. Der Knochen dient der Steife. Die Haut formt das Glied. Allerdings ist dieses Verfahren sehr aufwendig. Eine große Schwierigkeit des Eingriffs besteht darin, dass im Rahmen dieser Operation auch die Harnröhre neu modelliert werden muss. Bei erfolgreichem Verlauf erfüllt der Penis nach dem Heilungsprozess alle erforderlichen Funktionen. Ästhetisch erzielen Mediziner mit der Fibula-Phalloplastie heutzutage zufriedenstellende Resultate. Das Wasser lassen sowie der Geschlechtsverkehr funktionieren reibungslos.

Die postoperative Pflege nach dem Eingriff

Unmittelbar nach der Verlängerung des männlichen Glieds müssen Patienten damit rechnen, dass sie für mindestens eine Woche krankgeschrieben sind. In diesem Zeitraum raten Fachärzte dazu, nach Möglichkeit bequeme und weite Hosen zu tragen. Liegt die Kleidung einige Tage nach dem Eingriff zu eng an, ist der Heilungsprozess eingeschränkt. Diese Nachsorgemaßnahmen sollten behandelte Männer ebenfalls beherzigen:

  • mehrtägiger Verzicht auf duschen
  • Vermeidung von Geschlechtsverkehr und Sport für bis zu sechs Wochen
  • nach mehreren Wochen: Durchführung spezieller Übungen, damit sich der Penis nicht wieder zurückzieht (sogenannte Zugbehandlungen)
  • halbjähriger Verzicht auf intensive Sonnenbäder sowie Saunabesuche (anderenfalls neigen Nahtstellen zur vermehrten Bildung von Pigmentstörungen)

Welche Risiken können entstehen?

Penisverlängerungen beinhalten Risiken, die bei jeder Schönheitsoperation auftreten können. Zu diesen generellen Risiken gehören:

  • Wundheilungsstörungen
  • Infektionen
  • Blutungen
  • Schwellungen
  • ausgeprägte Narbenbildung

Weil der Penis jedoch ein verhältnismäßig sensibles Körperorgan ist, können Ärzte spezielle Risiken nicht ausschließen. Eine der häufigsten Komplikationen dieses Bereichs sind sogenannte Funktionsstörungen. Weil die Harnröhre durch das männliche Glied verläuft, können beim Wasser lassen schlimmstenfalls Probleme auftreten. Werden Nerven verletzt, treten am Penis möglicherweise Sensibilitätsstörungen auf. Das Glied ist nicht mehr erektionsfähig. In den meisten Fällen regulieren sich diese Störungen von allein. Sind die gesundheitlichen Probleme von Dauer, raten Mediziner im Einzelfall zu zusätzlichen korrektiven Eingriffen.

Wie teuer ist eine Penisverlängerung?

Die Kosten einer Penisvergrößerung belaufen sich auf 2.500 bis 5.000 Euro. Wird die Verlängerung mit einer Penisverdickung kombiniert, erhöht sich der Kostenanteil auf ungefähr 7.500 Euro. Diese Kosten steigen noch einmal, wenn ein sogenannter Mikropenis chirurgisch therapiert werden soll.

Wer trägt die Kosten?

Wünschen Patienten eine Penisverlängerung aus rein subjektiven Beweggründen und ohne medizinische Notwendigkeit, sind sie normalerweise selbst zur Begleichung der Kosten verpflichtet. Ein anderer Fall liegt bei einem Mikropenis vor. Weil eine Penisvergrößerung bei einem Mikropenis medizinisch begründet ist, stimmen Krankenversicherungen in diesem Fall normalerweise einer Kostenübernahme zu. Weil einem Mikropenis ein besonderes Krankheitsbild zugrunde liegt, sind die Unkosten für diesen Eingriff wesentlich höher.

Wer verlängert das männliche Glied?

Die richtigen Ansprechpartner für eine Penisverlängerung sind Fachärzte für Urologie. Diese Mediziner sind die ersten Kontaktpersonen für dieses Anliegen. Zumeist führen die Ärzte auch die Operation durch. Weiterhin sind Urologen kompetente Spezialisten, um sich für Möglichkeiten der Kostenübernahmen durch Krankenversicherungen beraten zu lassen.

Vor- und Nachteile

Penisverlängerungen sind Eingriffe, die den meisten Betroffenen zu einem wesentlich besseren Lebensgefühl verhelfen. Ganz gleich, ob Patienten unter einem Mikropenis leiden oder ihr Geschlechtsteil subjektiv als zu klein empfinden – die heutige Chirurgie ist in der Lage, diese Probleme einwandfrei zu beheben und die Penislänge zu steigern. Liegt dem Eingriff keine medizinische Notwendigkeit zugrunde, müssen betroffene Männer jedoch selbst für die Kosten aufkommen.

Vorteile

  • sehr gute Behandlungsergebnisse mit uneingeschränkter Funktionalität des Penis
  • kurze Regenerationszeiten nach dem Eingriff
  • bei medizinischer Notwendigkeit tragen Krankenkassen die Kosten
  • mit anderen Behandlungsmethoden kombinierbar
  • verbessertes Lebensgefühl nach erfolgreicher OP

Nachteile

  • relativ umfangreiche Nachsorgemaßnahmen erforderlich
  • erhöhtes Risiko (durch Behandlung an besonders empfindlichem Körperorgan)
  • hohe Behandlungskosten (falls Krankenkassen die Kosten nicht tragen)