Brustauffüllung

Eine Brustauffüllung für ein pralleres Dekolleté

Eine pralle und gut geformte Brust ist ein Schönheitsideal, das viele Frauen anstreben. Denn ein schönes Dekolleté ist ein Synonym für Attraktivität, das das weibliche Geschlecht gern und gekonnt in Szene setzt. Allerdings gehen die Zeichen der Zeit an der weiblichen Brust nicht spurlos vorüber. Schwangerschaften, Erkrankungen oder Alterungsprozesse – all diese Komponenten wirken sich negativ auf die Form der weiblichen Brust aus. Wer diesen Prozessen entgegenwirken und sein Selbstwertgefühl mit einer prall geformten Brust steigern möchte, trifft mit einer Brustauffüllung eine gute Wahl.

Wie funktioniert eine Brustauffüllung?

Im Grunde genommen ist eine Brustauffüllung mit einer Brustvergrößerung gleichzusetzen. Die weibliche Brust erhält neues Volumen, indem diese mit künstlichen Implantaten oder anderen Materialien gefüllt wird. Damit das Auffüllen der Brüste die erhofften Behandlungserfolge erzielt, muss jeder Schritt des Eingriffs genau durchdacht und mit Unterstützung eines versierten Mediziners geplant werden. Denn werden die falschen Implantate verwendet, wirkt die weibliche Brust schnell unnatürlich oder überdimensional groß.

Brustimplantat / Schema

Welche Implantate/Füllmaterialien stehen bei einer Brustauffüllung zur Wahl?

Silikon

In den meisten Fällen werden Brustauffüllungen mit Silikonimplantaten vorgenommen. Diese Implantate werden den individuellen Brustformen der Patientinnen angepasst.

Die Inhalte von Brustimplantaten variieren durch ihre Silikonummantelung. Folgende Optionen sind möglich:

  1. Silikongel: naturähnliches und nachgiebiges Material, das aufgrund seiner zähflüssigen Konsistenz nicht aus der Ummantelung austreten kann
  2. Kochsalzlösung: weniger verbreiteter Inhaltsstoff in flüssiger Form, der schlimmstenfalls eine unnatürliche Form der Brust verursacht

Generell sollten Arzt sowie Patientin darauf achten, dass die Ummantelung ausreichend dick ist. Ist der Mantel des Silikonimplantats zu dünn, können sich an dem künstlichen Material unschöne Ränder abbilden.

Brustauffüllung mit Eigenfett

Eine Anwendung mit Eigenfett ist eine der Methoden der Auffüllung von Brüsten, die keiner klassischen Operation bedarf. Eigenfetttherapien, die dem Volumenaufbau durch körpereigene Fettzellen dienen, werden seit vielen Jahrzehnten für Eingriffe an kleineren Körperpartien vorgenommen. Für eine Vergrößerung der Brust ist die Behandlung mit Eigenfett seit den 1990er Jahren von Bedeutung. Bei dieser Art der Brustauffüllung entnehmen Mediziner körpereigenes Fett, das anschließend unmittelbar um die Brusthaut injiziert wird. Unter Berücksichtigung moderner Technologien wird das Eigenfett zusätzlich mit Stammzellen vermengt. Dieses Zellgewebe bildet die Grundlage dafür, dass sich binnen kurzer Zeit neue Blutgefäße bilden, die in das umliegende Gewebe einwachsen. Das Resultat des Eingriffs ist ein dauerhafter und deutlich-sichtbarer Volumenaufbau, der auf einer minimal-invasiven Methode basiert.

Die Kombination aus Eigenfett und Stammzellen hat sich in der plastisch-ästhetischen Chirurgie bewährt, weil Eigenfett in seiner reinen Form häufig vom Körper abgestoßen wird. Die Zahlen sprechen für sich: bei einer einfachen Eigenfettbehandlung wird 1/3 der Substanz vom Körper abgestoßen.

Brustauffüllung mit Hyaluronsäure

Eine andere Methode ist die Bruststraffung mit Hyaluronsäure. Diese Säure ist ein gelähnlicher Gewebefüller, der starke Ähnlichkeiten zur körpereigenen Hyaluronsäure aufweist. Aufgrund dieser Zusammensetzung ist die Substanz sehr gut verträglich und kann für lange Zeit im Körper verweilen. Um die Brust aufzufüllen, wird das Gel an den gewünschten Stellen injiziert und ermöglicht in diesen Bereichen einen lang andauernden Volumenaufbau. Einziger Nachteil: zum Erhalt eines dauerhaften positiven Resultats muss diese Behandlung in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.

Brustauffüllung mit Macrolane

Macrolane ist eine weitere Substanz, die dem Busen auf natürliche Weise neues Volumen verleiht. Ähnlich wie bei Hyaluronsäure, wird der Inhaltsstoff für den Brustaufbau in die Brust gespritzt. Dieses Füllmaterial ist geeignet, um eine kleine bis mittlere Brustvergrösserung vorzunehmen. Allerdings erreichen Patientinnen mit dieser Vorgehensweise einen Aufbau der Brust um maximal eine Körbchengröße.

Die Wahl des jeweiligen Füllmaterials bestimmt den Umfang des Eingriffs. Generell ist nur bei einer Brustauffüllung mit Silikon eine Operation erforderlich. Diese Operation führen Schönheitschirurgen über verschiedene Techniken durch.

Methoden der Brustauffüllung mit Implantaten

Eine Brustauffüllung mit Silikonimplantaten nehmen Ärzte grundsätzlich unter Vollnarkose vor. Welche der Techniken bevorzugt wird, richtet sich hauptsächlich nach diesen Faktoren:

  1. Warzenvorhof
  2. Größe und Form der Brust
  3. Größe und Material des Implantats

Bei jeder Methode erschafft der Schönheitschirurg durch einen kleinen Schnitt einen Hohlraum, in den das Implantat eingesetzt wird. Das Material wird durch einen Chirurgen entweder über oder unter dem Brustmuskel platziert.

Brustauffüllung Methoden

Inframammär (Zugang in der Falte unterhalb der Brust)

Der behandelnde Arzt nimmt in der Brustfalte unter dem Busen eine drei bis vier Zentimeter lange Öffnung vor. In diese Öffnung schiebt der Mediziner das Implantat unter oder über den Muskel.

Axillär (Zugang über den Achselbereich)

Bei dieser Technik führt ein Mediziner einen etwa drei Zentimeter langen Schnitt in der Achselhöhle durch, über den der Arzt im Anschluss einen Minitrichter bis zur Brust tunnelt. Über diese Öffnung führt ein Chirurg das Silikonimplantat ein und positioniert dieses im gewünschten Bereich. Ein Vorteil dieser Vorgehensweise sind die kaum sichtbaren Narben.

Periareolär (Zugang über Brustwarze)

Um den Brustwarzenhof nehmen Ärzte einen Schnitt in der Form eines Halbmonds vor, über den die Implantate in einer kleinen Tasche auf dem Brustmuskel eingefügt werden. Diese Technik ist relativ anspruchsvoll, erzeugt allerdings nur sehr wenig Narbengewebe. Die Methode ist in folgenden Fällen geeignet:

  • bei kleinen Implantaten
  • bei leeren Kissen, die nachträglich gefüllt werden sollen

Das aktuell gängigste Verfahren ist der inframammäre Ansatz.

Risiken einer Brustauffüllung

Eine Brustauffüllung ist ein vergleichsweise riskanter Eingriff. Komplikationen wie die nachfolgend aufgeführten Unannehmlichkeiten können, müssen aber nicht auftreten:

  • Schwellungen
  • Schmerzen
  • Implantat wird vom Körper abgestoßen
  • Kapselfibrose: Immunreaktion des Körpers verursacht eine Verhärtung und Verkapselung des Brustgewebes
  • Implantate bewegen sich bzw. verrutschen (erhöhtes Risiko besteht, wenn Körpergröße sowie Größe des Implantats nicht aufeinander abgestimmt sind)

Des Weiteren besteht ein gewisses Restrisiko, dass das Implantat nach der OP seinen ursprünglichen Platz verlässt. Allerdings tritt dieser Fall nur ein, wenn Patientinnen einen falschen Stütz-BH tragen.

Hinweise zur postoperativen Pflege

Insbesondere nach einem operativen Eingriff sollten Patientinnen einplanen, dass sie nach der Brustauffüllung mindestens eine Nacht in einem medizinischen Zentrum bzw. einer Klinik verbringen müssen. In den ersten Wochen nach der Brustauffüllung ist es unerlässlich, den Körper zu schonen. Anstrengende körperliche Tätigkeiten oder Sportarten mit großer Belastung sind tabu. Weiterhin ist es ratsam, sämtliche vom behandelnden Arzt vorgeschlagenen Nachsorgetermine wahrzunehmen.

Kosten der Brustauffüllung

Die Kosten der Brustvergrößerung hängen von individuellen Faktoren wie der Art des Eingriffs oder der Größe etwaig verwendeter Silikonimplantate ab. Deshalb schwankt der Kostenansatz von etwa 5.000 bis 13.000 Euro. Wünschen Patientinnen den Eingriff aus rein ästhetischen Gründen, tragen Krankenversicherungen die Kosten nicht. Liegt der Brustauffüllung eine medizinische Indikation wie eine Tumorerkrankung zugrunde, erklären sich die Krankenkassen normalerweise zur Kostenübernahme bereit.

Wer führt die Brustauffüllung durch?

Betroffene haben die Wahl aus verschiedenen Kontaktpersonen. Allerdings sollten Patientinnen wissen, dass die Bezeichnung „Schönheitschirurg“ in Deutschland kein rechtlich geschützter Terminus ist. Deshalb ist diese Kennzeichnung nicht zwangsläufig Verweis auf einen renommierten Mediziner. Weisen die Ärzte hingegen einen der nachfolgend aufgeführten Facharzttitel nach, begeben sich Frauen mit dem Wunsch nach einer Auffüllung des Busens in gute Hände:

  1. Facharzt für allgemeine Chirurgie
  2. Facharzt für plastische Chirurgie
  3. Facharzt für plastisch-ästhetische Chirurgie

All diese Mediziner haben nach ihrer medizinischen Grundausbildung eine mehrjährige Facharztausbildung in dem entsprechenden chirurgischen Bereich absolviert. Patientinnen wird empfohlen, sich nach einer ersten Kontaktaufnahme über den Erfahrungsreichtum des Arztes auf dem Gebiet der Brustauffüllungen zu informieren.

Brustimplantate

Vor- und Nachteile der Behandlung

Eine Brustvergrösserung ist ein Eingriff, nach dem sich vor allem Patientinnen wesentlich wohler in ihrer Haut fühlen. Die Brüste nehmen eine völlig neue Form an. Die Bruststraffung vermittelt ein neues Lebensgefühl. Dennoch ist die Brustauffüllung auch mit einigen Nachteilen verbunden.

Vorteile

  • formschöne, größere Brüste ermöglichen neues Lebensgefühl
  • intaktes Gefühl der inneren Harmonie
  • Auswahlmöglichkeiten aus unterschiedlichen Behandlungsansätzen
  • überschaubare Nachsorgemaßnahmen

Nachteile

  • potentielle Risiken wie Bildung einer Kapselfibrose sind nicht ausgeschlossen
  • erschwerte Durchführung von Ultraschalluntersuchungen (einschließlich Krebsvorsorge)
  • ohne medizinische Notwendigkeit verweigern Krankenkasse die Kostenübernahme

Häufige Fragen zum Thema Brustauffüllung

Welche Füllmaterialien gibt es?

Am häufigsten kommen Silikonimplantate zum Einsatz, gefüllt mit Silikongel oder seltener mit Kochsalzlösung. Ohne klassische Operation geht es mit Eigenfett, mit Hyaluronsäure oder mit Macrolane. Eine Operation ist nur bei der Auffüllung mit Silikon nötig.

Wie funktioniert die Auffüllung mit Eigenfett?

Der Arzt entnimmt körpereigenes Fett und injiziert es rund um die Brusthaut. Moderne Verfahren mischen Stammzellen dazu, damit sich schnell neue Blutgefäße bilden und in das umliegende Gewebe einwachsen. Das ist wichtig, weil der Körper bei reiner Eigenfettbehandlung etwa ein Drittel der Substanz abstößt. Ohne Stammzellen muss deshalb von vornherein mehr Fett eingebracht werden.

Wie viel größer wird die Brust mit Hyaluronsäure oder Macrolane?

Macrolane eignet sich für eine kleine bis mittlere Vergrößerung, erreichbar ist ein Aufbau um maximal eine Körbchengröße. Hyaluronsäure ist ein gelähnlicher Gewebefüller, der der körpereigenen Säure stark ähnelt, gut verträglich ist und lange im Körper bleibt. Beide Methoden müssen für ein dauerhaftes Ergebnis regelmäßig wiederholt werden.

Wo wird bei der Implantat-Operation geschnitten?

Beim inframammären Zugang, dem heute gängigsten Verfahren, liegt der drei bis vier Zentimeter lange Schnitt in der Brustfalte. Beim axillären Zugang schneidet der Arzt etwa drei Zentimeter in der Achselhöhle, die Narben sind kaum sichtbar. Der periareoläre Zugang verläuft halbmondförmig um den Warzenhof, ist anspruchsvoll, hinterlässt aber wenig Narbengewebe und eignet sich für kleine Implantate.

Welche Risiken bestehen?

Möglich sind Schwellungen und Schmerzen, eine Abstoßung des Implantats sowie eine Kapselfibrose, bei der eine Immunreaktion das Brustgewebe verhärtet und verkapselt. Implantate können verrutschen, vor allem wenn Körpergröße und Implantatgröße nicht zusammenpassen oder der falsche Stütz-BH getragen wird. Ultraschalluntersuchungen einschließlich Krebsvorsorge werden durch Implantate erschwert.

Wie verläuft die Genesung?

Nach einem operativen Eingriff ist mindestens eine Nacht in der Klinik einzuplanen. In den ersten Wochen gilt Schonung: keine anstrengenden Tätigkeiten, kein belastender Sport. Alkohol und Nikotin erschweren den Heilungsprozess deutlich. Die vom Arzt vorgeschlagenen Nachsorgetermine sollten Patientinnen wahrnehmen.

Was kostet eine Brustauffüllung?

Je nach Art des Eingriffs und Größe der Implantate liegen die Kosten zwischen etwa 5.000 und 13.000 Euro. Bei rein ästhetischen Gründen zahlen die Krankenkassen nicht. Liegt eine medizinische Indikation vor, etwa eine Tumorerkrankung, übernehmen sie die Kosten in der Regel.

Welcher Arzt ist der richtige?

Die Bezeichnung „Schönheitschirurg“ ist in Deutschland nicht rechtlich geschützt. Achten sollten Patientinnen auf einen Facharzttitel für allgemeine Chirurgie, für plastische Chirurgie oder für plastisch-ästhetische Chirurgie. Diese Ärzte haben nach dem Studium eine mehrjährige Facharztausbildung absolviert. Wichtig ist außerdem, wie viel Erfahrung der Arzt mit Brustauffüllungen hat.