Brustvergrößerung: Infos zu Methoden, Kosten, Risiken und Ärzten

Medien suggerieren ein deutliches Bild von der idealen weiblichen Figur. Und diese Idealvorstellung schließt eine pralle, wohlgeformte Brust ein. Die Schönheitsindustrie hat sich dieses Idealbild längst zunutze gemacht und offeriert zahlreiche Möglichkeiten, um den Busen noch runder und üppiger erscheinen zu lassen. Hierbei stehen unterschiedliche Angebote für Brustvergrößerungen mit oder ohne Operation zur Wahl.

Brustvergrößerung mit Operation

Eine Brustvergrößerung durch eine Operation ist bis heute eine der gängigsten Methoden zum Brustaufbau. Schönheitsexperten bestätigen, dass die Brustvergrößerung – ein weiterer medizinischer Terminus lautet Mammaaugmentation – sogar der am häufigsten durchgeführte Eingriff der plastisch-ästhetischen Medizin ist. Die Behandlung verfolgt das Ziel, der weiblichen Brust mehr Volumen und eine schönere Form zu verleihen. Von diesem Effekt profitieren in erster Linie Frauen mit folgenden Erscheinungs- oder Krankheitsbildern:

  • kleiner Busen
  • Deformationen der Brust (durch eine Krankheit oder genetisch bedingt)
  • Volumenverlust der Brust nach einer Schwangerschaft oder aufgrund fortschreitenden Alters

Welche operativen Methoden kommen in Betracht?

Eine operative Brustvergrößerung wird – ebenso wie die Brustverkleinerung oder Bruststraffung – mittels verschiedener Methoden und Operationstechniken durchgeführt. Seit mehreren Jahrzehnten bewährt sich die Busenvergrößerung mit Silikon- oder Salineimplantaten. Zusätzlich hat sich in den vergangenen Jahren die Verwendung von Eigenfett für eine Vergrößerung der Brust durchgesetzt. Diese Variante kommt in erster Linie für die Frauen in Betracht, die den Einsatz eines Implantats ablehnen. Welche Implantate, welches Schnittverfahren und welche Methode im Einzelfall in die engere Auswahl kommen, wird im Beratungsgespräch mit dem behandelten Schönheitschirurg festgelegt. Maßgebliche Faktoren für die Wahl der Methode sind die Wünsche sowie die individuelle Situation der Patientin.

Klassischerweise werden Brustvergrößerungen stationär unter Vollnarkose im Rahmen einer ein- bis zweistündigen Operation durchgeführt.

1. Brustvergrößerung mit Implantaten

Arten von Implantaten

Patientinnen stehen unterschiedliche Implantate zur Wahl, die in punkto Größe, Form, Füllmaterial sowie Außenwand variieren. Doch nicht jedes Implantat ist für jeden Busen geeignet. Diese Faktoren beeinflussen die Wahl des Implantats maßgeblich:

  1. Struktur bzw. Menge des Brustgewebes
  2. Form des Brustkorbs der Frau
  3. Brusthaut
  4. Beschaffenheit der Brustdrüsen
Brustimplantate

Bei den meisten Implantatvarianten ist die Außenhülle aus Silikon-Elastomeran doppelwandig. Diese doppelte Hülle schützt effektiv vor Verletzungen und begünstigt die Form sowie den Tragekomfort der Implantate. Weil die meisten Silikonimplantate heutzutage ebenfalls mit einer texturierten Oberfläche ausgestattet sind, ist das Risiko einer Kapselfibrose auf ein Minimum reduziert. Die klassischen Füllmaterialien der Implantate sind Silikongel oder Kochsalzlösung. Gelegentlich dient Hydrogel als Filler der Implantate. Diese Materialien haben sich im plastisch-ästhetischen Bereich durchgesetzt, weil diese Lösungen aus optischer sowie gefühlsmäßiger Sicht die besten Ergebnisse erzielen.

Ob die Wahl auf ein anatomisch geformtes oder rundes Exemplar der Implantate fällt, ist reine Ermessenssache. Die größte Besonderheit anatomischer Implantate ist ihre Ähnlichkeit zur natürlich geformten Tropfenform der Brust. Diese Formgebung erhalten die Implantate, weil der obere Bereich dieser medizinischen Hilfsmittel weniger als der untere Bereich gefüllt ist. Runde Implantate wirken hingegen praller und wohlgeformter. Implantate dieser Formgebung führen dazu, dass der obere Teil der Brust nach oben gewölbt wird. Brüste mit diesen Implantatmodellen wirken auf den Betrachter besonders „sexy“, jedoch auch künstlich.

Wo wird der Schnitt vorgenommen?

Bis heute ist die Verwendung von Implantaten die am häufigsten angewendete Methode für eine Brustvergrößerung. Im Rahmen dieser Operation nimmt der Schönheitschirurg einen kleinen Schnitt in der Brustfalte direkt unter der Brust, in der Achselhöhle oder um den Brustwarzenhof vor. Die am häufigsten verwendete Schnitttechnik erfolgt über die Brustfalte. Die meisten Ärzte präferieren diese Vorgehensweise, weil der Zugang über diese Körperpartie besonders unkompliziert ist. Ein deutlicher Nachteil dieser Schnitttechnik ist, dass die Narben insbesondere in liegender oder bei angehobener Position der Brust relativ deutlich sichtbar sind. Ein Schnitt um den Warzenhof zeichnet sich durch eine wesentlich geringere Narbenbildung aus, ist jedoch nur für kleine Implantate geeignet. Auch bei einem Schnitt über die Achselhöhle ist die Narbenbildung stark begrenzt. Allerdings ist es bei dieser Methode verhältnismäßig schwierig, das Implantat sicher zu platzieren.

Brustimplantate Varianten

Vorteile der Implantate

Vergrößerungen der Brust mit Implantaten bieten Frauen die folgenden zahlreiche Vorteile:

  1. Behandlungsresultate können bereits vor dem Eingriff gut festgelegt werden.
  2. Patienten steht große Auswahl an Formen und Farben zur Verfügung.
  3. Verwendung von Implantaten ist eine lang erprobte Methode.
  4. Die Implantate sind für alle Frauen geeignet.
  5. Es besteht die Möglichkeit, die Form des Busens individuell zu beeinflussen.

An welchen Positionen werden die Implantate eingesetzt?

An welcher Position die Brustimplantate platziert werden, hängt von diesen Faktoren ab:

  • Hautverhältnis
  • Drüsengewebe
  • Beschaffenheit der Brust

Diese Komponenten entscheiden maßgeblich darüber, ob die Implantate subglandulär unterhalb der Brustdrüse, submuskulär unterhalb des Brustmuskels oder subpectoral auf halber Höhe unter dem Brustmuskel eingesetzt werden. Welche Position bei der Brustvergrößerung für welche Patientin geeignet ist, ist Ermessenssache des behandelten Operateurs.

2. Brustvergrößerung mit Eigenfett

Eine weitere operative Methode der Brustvergrößerung ist eine Einbringung von Eigenfett. Bei diesem Verfahren wird aus dem Körper entnommenes Fett direkt in den Busen gespritzt. Die Erfolge lassen nicht lange auf sich warten: das aus dem Körper der Patientin entnommene Fett polstert die weibliche Brust auf und verleiht dem Busen eine natürliche runde Form.

Wie verläuft die Behandlung mit Eigenfett?

Eine Busenvergrößerung mit Körperfett ist in zwei Teile untergliedert. Auf die Fettabsaugung – die sogenannte Liposuktion – folgt die Einbringung des Fettgewebes in die Brust der Patientin. Dieses Verfahren wird zumeist im Dämmerschlaf ambulant durchgeführt. Der Zeitansatz der Behandlung beläuft sich auf etwa zwei Stunden.

Der erste Schritt des medizinischen Verfahrens fokussiert sich auf die Liposuktion, die klassischerweise über die Tumuszenzmethode durchgeführt wird. Als Entnahmestellen kommen je nach Konstitution der Patientin folgende Körperpartien in Betracht:

  • Hüfte
  • Po
  • Oberschenkel
  • Bauch

Die Körperstellen, die über ausreichend Fettressourcen verfügen, werden mit der Tumuszenzlösung behandelt, die aus Kochsalzlösung, einem Anästhetikum sowie Wasser besteht. Diese Mischung verursacht eine Verflüssigung der Fettzellen, die aufgrund der veränderten Konsistenz besser abgesaugt werden können. Sind die gelösten Fettzellen abgesaugt und die Einschnitte durch die Ärzte verschlossen worden, ist der erste Teil dieser Methodik beendet.

Nachdem das aus dem Körper der Patientin entnommene Fett aufbereitet wurde, wird die Substanz direkt in die Brust injiziert. Über kleine Einschnitte spritzt ein Schönheitschirurg das körpereigene Fett fächerförmig um den Brustwarzenhof oder über die Unterbrustfalte. Bei dieser Injektion ist es wichtig, dass das Eigenfett den unteren Teil des Brustmuskels sowie das Unterhautgewebe, jedoch nicht das Drüsengewebe erreicht. Pro Brust erzielt eine Eigenfettanwendung eine Volumenzunahme von 100 bis 150 Millilitern. Ist diese Menge nicht ausreichend, kann die Behandlung nach Ablauf der Genesungszeit nach frühestens drei Monaten wiederholt werden. Im Anschluss an die Einspritzung werden die Einschnitte medizinisch versorgt und mit einem Verband geschützt.

Tipp der Redaktion: Um Unebenheiten auf der Haut vorzubeugen, müssen Patientinnen nach der Fettabsaugung für vier bis sechs Wochen Kompressionskleidung tragen.

Eine Sonderform: die Eigenfetttherapie mit Stammzellen

Die Eigenfetttherapie hat sich für eine Brustvergrößerung bewährt. Doch ein deutliches Manko haftet dem Verfahren an. Weil die behandelte Brust durch ein Zusammenwachsen des injizierten Fettgewebes mit der umliegenden Brust einen markanten Volumenverlust oder gar Formveränderungen erleidet, bleiben Korrekturen nach dieser Brustoperation zumeist nicht aus.

Diesem Problem wirkt eine Eigenfettbehandlung mit Stammzellen entgegen. Diese Stammzellen haben die Funktion, die Bildung neuer Blutgefäße in der Brust anzuregen. Als Folge dieses Prozesses wächst das mit Stammzellen versehene Eigenfett sicher in das Gewebe ein. Der Volumenaufbau der weiblichen Brust wird dauerhaft und zuverlässig erreicht. Diese Vorgehensweise hat sich insbesondere bei einer Modellierung asymmetrischer Brüste oder beim Aufbau eines kleinen Busens bewährt.

Risiken von Brustvergrößerungen mit Implantaten oder Eigenfett

Die Erfolgsaussichten einer operativen Brustvergrößerung sind – genauso wie bei einer Bruststraffung oder Brustverkleinerung – sehr hoch. Dennoch ist eine Vergrößerung des Busens mit einem gewissen Risiko für Komplikationen verbunden, die allerdings bei Weitem nicht bei jeder Patientin auftreten. Bereits ab dem ersten Beratungsgespräch vor der Operation ist der Arzt verpflichtet, Betroffene über alle möglichen Risiken aufzuklären. Dieses Gespräch sollte auf folgende Informationen hinweisen:

Es besteht ein erhöhtes Risiko für

  • operativ bedingte Blutergüsse und Schwellungen
  • Infektionen
  • Nachblutungen
  • Sensibilitätsstörungen an den Brustwarzen oder in Schnittbereichen.

Eine relativ schwerwiegende Komplikation ist die Kapselfibrose. Bei dieser unschönen Begleiterscheinung der Brustvergrößerung schrumpft die Kapsel um das Implantat, die automatisch zu einer Verhärtung oder Deformierung dieses medizinischen Hilfsmittels führt. Eine Kapselfibrose ist eine natürliche Immunreaktion des Körpers auf das Implantat als Fremdkörper.

Nach Operationen mit Eigenfett besteht die Gefahr, dass der Körper einen Teil des eingespritzten Eigenfetts nicht verwertet. Erfolgt der Eingriff mit Eigenfett ohne eine Verwendung von Stammzellen, transportiert der Körper etwa 50 Prozent des Eigenfetts ab. Wird diese Behandlung unprofessionell durchgeführt, droht eine sogenannte ölhaltige Zystenbildung. Im Gegenzug wird dieses Risiko mit eine fächerähnlichen Einspritzung des Eigenfetts gemindert.

Tipp der Redaktion: Viele Frauen befürchten, dass eine Brustvergrößerung mit einem Implantat die Stillfähigkeit eindämmt oder komplett einschränkt. Doch diese Annahme ist in den meisten Fällen unbegründet. Die Gefahr etwaiger Stillbeschwerden beschränkt sich bei einer Verletzung der Brustdrüsen ausschließlich auf den Brustwarzenschnitt.

Vorteile einer Brustvergrößerung mit Eigenfett

Eine Brustvergrößerung mit Eigenfett bietet Patientinnen zahlreiche Vorteile. Entscheiden sich Frauen für eine Brustoperation mit Eigenfett und Stammzellen, erwartet sie ein berechenbares dauerhaftes Ergebnis.

  • verhältnismäßig kleine und unkomplizierte Operation
  • Verwendung von ausschließlich körpereigenen Substanzen
  • schlankere Silhouette dank inkludierter Fettabsaugung (mehrere Problemzonen werden in einer OP behandelt)
  • Operationsergebnis sind Brüste mit natürlicher Optik
  • dauerhaft anhaltendes Ergebnis

Vor- und Nachsorgemaßnahmen der Behandlung

Um vor dem operativen Eingriff Gewebeveränderungen an Brust auszuschließen, führen Mediziner vor der OP normalerweise eine Ultraschall- sowie Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung durch.

Tipp der Redaktion: Um den Heilungsverlauf während sowie nach der Operation nicht zu beeinträchtigen, sollten Frauen bis zu zwei Wochen vor der Behandlung auf eine Einnahme von Schmerzmitteln, Schlafmitteln sowie Alkohol verzichten.

Nach der Operation müssen Frauen eine ein- bis zweiwöchige Genesungszeit einplanen. Eine Schlüsselrolle spielt der Stütz-Büstenhalter, der nach der Beseitigung der Verbände und Fäden in den ersten vier Wochen nach dem Eingriff rund um die Uhr getragen werden sollte. Dieser Stütz-BH muss optimal sitzen, um die operierte Brust zwar zu polstern, aber dennoch nicht zu sehr einzuengen. Zudem sollten Patientinnen darauf achten, dass sogenannte Wonderbras in den ersten drei Monaten nach der Brustvergrößerung tabu sind. Das finale Resultat der Therapie ist erst nach etwa sechs bis neun Monaten sichtbar.

Kosten einer operativen Brustvergrößerung mit Eigenfett oder Implantaten

Es gibt keinen festgelegten Preis für eine Brustvergrößerung mit Implantaten oder Eigenfett. Der Kostenansatz dieser Behandlung hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Kosten für Schönheitschirurg bzw. OP-Team
  • Kosten für Anästhesisten sowie Narkose
  • verwendete OP-Technik
  • genutztes Material
  • Behandlungsart
  • Klinik bzw. Standort

Diese Komponenten verursachen für eine Brustvergrößerung Kosten von 4.500 bis 7.000 Euro. Gelegentlich berechnet ein Facharzt für das verpflichtende Beratungsgespräch vor dem Eingriff einen weiteren Kostenbeitrag von 50 bis 100 Euro.

Tipp der Redaktion: Ohne medizinische Notwendigkeit wird der finanzielle Aufwand nicht von privaten oder gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen. Nur bei medizinischer Indikation, zum Beispiel nach einer Brustkrebserkrankung, beteiligen sich die Krankenkassen an den Kosten.

Ein ausschlaggebender Faktor für die Preisbildung einer Brustvergrößerung mit Eigenfett ist die Menge des benötigten Materials.

Brustvergrößerung ohne Operation

Auch wenn sich operative Brustvergrößerungen bewährt haben, ist es das Anliegen vieler Frauen, eine Operation zu umgehen. Deshalb gewinnen auch die Methoden, für die kein Skalpell benötigt wird, zunehmend an Bedeutung. Die Schönheitsbranche bietet einige Möglichkeiten, den Busen ohne eine Operation zu vergrößern. Der markante Unterschied der verschiedenen Verfahren besteht in der Größe der erwünschten Brust sowie der Langlebigkeit des Vergrößerungseffekts. Denn ein Großteil der Brustvergrößerungen ohne Operation ist nicht langanhaltend und bedarf einer regelmäßigen Wiederholung.

Die wichtigsten Methoden im Überblick

1. Brustvergrößerung mit Injektionen

Eine Brustvergrößerung durch Injektionen erfolgt durch sogenannte Filler. Ein Vorteil dieser Technik ist, dass Patientinnen das Behandlungsergebnis unmittelbar nach dem Eingriff erblicken. Die wenig invasive Methode sorgt für keinerlei Narbenbildung und wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Der Eingriff dauert etwa 30 bis 90 Minuten an. Eine Behandlung des Busens durch Injektionen ist eine der am wenigsten zeitaufwändigen Verfahren einer Brustvergrößerung. Die Regenerationszeit beschränkt sich auf ein Minimum. Dennoch sollten Frauen in den ersten Tagen nach der Injektion auf eine stetige Druckausübung auf die Brust sowie körperlich anstrengende Aktivitäten verzichten. Ein leichtes Spannungsgefühl in der Brust ist in erster Zeit nicht ausgeschlossen.

Tipp der Redaktion: Ein Brustaufbau mit den meisten Injektionen ist nur um etwa eine Körbchengröße möglich. Deshalb ist dieses Verfahren für Frauen empfehlenswert, die den Wunsch nach einer dezenten Brustvergrößerung verspüren. Damit das Resultat der Behandlung dauerhaft bestehen bleibt, muss die Behandlung regelmäßig aller ein bis zwei Jahre wiederholt werden. Allerdings wird bei diesen Anwendungen maximal die Hälfte der Substanzen injiziert.

Die wichtigsten Füllmaterialien im Überblick

Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist ein in natürlicher Form im Körper vorkommender Inhaltsstoff, der in der ästhetischen Chirurgie bei zahlreichen Behandlungsgebieten als Filler eingesetzt wird. Eines dieser Behandlungsfelder ist die Brustvergrößerung. Die Konsistenz dieses stark wasserbindenden Füllmaterials hängt von der Konzentration des Wirkstoffes ab. Auch die Zeitspanne, in welcher der Körper die Substanz wieder abbaut, wird durch die Konzentration der Substanz bestimmt.

Eine der geläufigsten und bekanntesten Hyaluronsäureprodukte ist Macrolane. Dieser Inhaltsstoff wurde im Jahr 2008 mit der Hoffnung in die plastisch-ästhetische Chirurgie eingeführt, ein völlig gefahrloses Füllmaterial zur Verfügung zu stellen. Allerdings stellten Mediziner über mehrere Jahre hinweg einen deutlichen Zusammenhang zwischen Entzündungen des Brustbereichs sowie einer erhöhten Krebshäufig fest. Zudem wird Macrolane nachgesagt, Diagnosen von Brustkrebserkrankungen zu erschweren sowie Kapselbildungen zu begünstigen. Aus dem Grund wurde der Filler ab 2012 in Deutschland verboten. Die Auswirkungen von anderen Hyaluronsäure-Gelen sind bisher weitgehend unerforscht. Deshalb raten Fachärzte für plastisch-ästhetische Chirurgie im Zweifelsfall von einer Verwendung dieses Wirkstoffes ab.

Brustvergrößerung mit Kochsalzlösung

Eine andere Methode der Brustvergrößerung via Injektion ist eine Anwendung mit Kochsalzlösung. Dieses Verfahren mit der Bezeichnung InstaBreasts ermöglicht es, den Busen binnen kurzer Zeit eklatant zu vergrößern. In jede Brust werden bis zu 250 Milliliter der Lösung injiziert. Dennoch bieten deutsche Ärzte diese Methode aus folgenden Gründen nicht an:

  • Der Effekt des etwa 20-minütigen Eingriffs dauert nur etwa 24 Stunden an.
  • Obwohl Kochsalzlösung als Filler vollkommen unbedenklich ist, verursacht der Füllstoff in der Brust eine starke schmerzhafte Gewebespannung.
  • Durch den Aufpumpprozess leiert die Brust stark aus.
  • Weil das Brustgewebe durch den Dehnungsprozess stark gedehnt wird, soll diese Injektion das Brustkrebsrisiko deutlich erhöhen.

2. Brustvergrößerung mit Tabletten oder Hormonpräparaten

Auch Brustvergrößerungen und Bruststraffungen mit einer Einnahme von Tabletten oder Hormonen sind in aller Munde. Doch in den meisten Fällen sind diese Pharmazeutika beim Wunsch nach einem größeren Busen völlig wirkungslos. Einige dieser Medikamente sind sogar gesundheitsgefährdend. Deshalb ist es wichtig, sich vor einer Einnahme der Präparate umfassend von einem versierten Mediziner beraten zu lassen.

Medikamente

3. Brustvergrößerung durch Sporttraining

Trainieren Frauen ganz gezielt ihren Brustmuskel, erscheinen die weiblichen Brüste straffer und größer zugleich. Wird der unter dem Drüsengewebe befindliche Brustmuskel gestärkt, hebt sich dieser hervor und lässt den Busen automatisch voluminöser erscheinen. Allerdings bedarf es eines regelmäßigen Trainings, um auf diesem Wege eine dauerhafte Brustvergrößerung zu erzielen.

4. Brustvergrößerung durch Gewichtszunahme

Eine Brustvergrößerung durch Gewichtszunahme ist in erster Linie für zierliche Frauen ein probates Mittel. Erhält der Körper eine erhöhte Energiezufuhr, vergrößert sich der Busen auf natürlichem Wege. Problematisch ist, dass der Anteil der Fetteinlagerungen in bestimmten Körperzonen nicht steuerbar ist. Schlimmstenfalls bilden sich Fettanteile in anderen Teilen des Körpers, aber nicht in der Brust.

Tipp der Redaktion: Eine Brustvergrößerung durch Gewichtszunahme ist nicht für übergewichtige Frauen geeignet. Bei einer adipösen Veranlagung ist dringend davon abzusehen, den Busen durch eine gezielte Steigerung des Körpergewichts zu vergrößern.

Fast Food

5. Brustvergrößerung mit einer Vakuumpumpe

Eine Vakuumpumpe erfüllt den Zweck, das Brustgewebe zu stimulieren und zu einer stärkeren Durchblutung anzukurbeln. Zumindest kurzzeitig führen Anwendungen mit einer Vakuumpumpe eine Vergrößerung des Brustumfangs herbei. Wird dieses Verfahren stetig wiederholt, ist durchaus eine Steigerung des Volumens der Brust möglich.

Die Kosten einer Brustvergrößerungen ohne Operation im Überblick

Die Kosten einer Brustvergrößerung ohne Operation hängen von der individuell gewählten Behandlungsform ab. Einige Kostenansätze in der Übersicht:

Vakuumpumpe

Wer den Brustaufbau auf Dauer mit einer Vakuumpumpe betreiben möchte, ist mit dem Erwerb dieses Geräts gut beraten. Im freien Handel sind Vakuumpumpen ab etwa 150 – 200 Euro erhältlich.

Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure

Wichtige Faktoren für den Preis einer Brustbehandlung mit Hyaluronsäure sind die Menge des Fillers sowie der medizinische Aufwand. Für eine Vergrößerung beider Brüste sollten Patientinnen etwa 2.500 bis 3.500 Euro einkalkulieren.

Brustvergrößerung mit Kochsalzlösung

Diese Behandlung kostet etwa 2.500 Euro.

Tipp der Redaktion: Nur in Ausnahmefällen liegt einer Brustvergrößerung eine medizinische Notwendigkeit zugrunde. Deshalb erstatten Krankenkassen die Behandlungskosten in den meisten Fällen nicht.

Ein Brustaufbau ohne OP: die richtigen Ansprechpartner

Der Vorteil der meisten Methoden des Brustaufbaus ohne Operation besteht darin, dass Frauen die Maßnahmen in Eigenregie durchführen können. Beispielsweise ist bei Anwendungen wie der Nutzung einer Vakuumpumpe oder Sporttrainings keine Hilfe eines medizinischen Experten erforderlich. Ein anderer Fall liegt jedoch bei gewünschten Maßnahmen wie der Verabreichung einer Injektion mit Hualuronsäure vor. In diesem Fall sind Fachärzte für plastisch-ästhetische Chirurgie oder Chirurgen mit einer Zusatzausbildung für plastisch-ästhetische Operationen die richtigen Kontaktpersonen.

Vor- und Nachteile von Busenvergrößerungen ohne OP

Brustvergrößerungen ohne Operation sind an zahlreiche Vorteile, aber auch Nachteile gekoppelt. Was spricht für, was spricht gegen die Behandlungen? Die folgende Übersicht gibt Aufschluss.

Vorteile

  • kein chirurgischer Eingriff für Brustvergrößerung
  • verhältnismäßig risikoarme Methoden
  • fehlende Narbenbildung (bei den meisten Verfahren)
  • gute Lösung für Frauen, die eine dauerhafte Brustvergrößerung vermeiden möchten

Nachteile

  • durch Maßnahmen wie Sport oder die Nutzung einer Vakuumpumpe ist das Ausmaß der Brustvergrößerung nur schwer kontrollierbar
  • Brustaufbau ist nur in begrenztem Umfang möglich
  • Maßnahmen wie regelmäßige Sporttrainings bedürfen viel Disziplin
  • partiell umstrittene Methoden (Hyaluronsäure, Kochsalzlösung)