Gesichts-Implantate

Gesichts-Implantate für ein ästhetisches Gesicht

Ein bekanntes Sprichwort besagt: Schönheit liegt stets im Auge des Betrachters. Natürlich steckt in diesen Worten ein großer Funke Wahrheit. Aber dennoch gibt es Gesichtsproportionen, die das Erscheinungsbild eines jeden betroffenen Menschen beeinträchtigen. Von unausgewogenen Gesichtszügen über unvorteilhafte Kinn- oder Nasenformen bis hin zur falschen Kieferausrichtung – all diese Gesichtszüge widersprechen dem ästhetischen Ideal. Leiden Betroffene unter ihrem Profil und bestehen schlimmstenfalls sogar Zweifel am Selbstwertgefühl, leisten Gesichtsimplantate Abhilfe.

Was sind Gesichtsimplantate?

Gesichtsimplantate sind Hilfsmittel, die eine Auffüllung unterentwickelter Gesichtsbereiche unterstützen. Ein Einsetzen der Implantate ist für folgende Gesichtspartien möglich:

Ein Implantat für ein Gesicht variiert in Abhängigkeit der Größe, Form sowie Materialien. Neben hartem Silikon werden die medizinischen Utensilien beispielsweise aus Eigengewebe wie Knorpel oder Knochen angefertigt. Andere mögliche Materialien der Implantate sind Silikongel oder sogenanntes ePFTE. Dieses ungiftige Material wird auch als Polytetrafluorethylen bezeichnet. Je nachdem, ob das Implantat eine fehlgeformte Nase positiv hervorheben oder ein Kinn vergrößern soll, weichen individuelle Formen deutlich voneinander ab.

Welchen Zweck erfüllen die Implantate?

Die Funktion der Implantate ist es, verbesserte und ausgeglichene Gesichtsproportionen zu erzielen. Behandelte Körperbereiche sind deshalb stets nicht richtig entwickelte Gesichtspartien, deren ästhetisch unzureichende Optik durch die Hilfsmittel ausgeglichen werden soll. Ein Gesichtsimplantat wird angefertigt, um eine gewünschte Modifizierung oder Formgebung im Gesichtsbereich zu erreichen. Die wichtigsten Funktionen von Gesichtsimplantaten im Überblick:

  • Verstärkung oder Neugestaltung von Gesichtszügen
  • Verjüngung von Gesichtszügen (zum Beispiel bei Verlust loser Muskeln oder nach einem erfolglos verlaufenden Facelifting)

Bei jüngeren Patienten kommen die Gesichtsimplantate häufig zum Einsatz, um Unfallnachwirkungen oder entwicklungsbedingt unausgewogene Gesichtsproportionen auszubessern. Dieser Fall tritt beispielsweise ein, wenn Geburtsfehlbildungen oder eine genetische Disposition vorliegen. Für ältere Menschen ist eine Operation eines Implantats häufig ein wichtiger Schritt, um den Alterungsprozess optisch aufzuhalten.

Häufig wird das Einsetzen dieser Hilfsmittel mit anderen schönheitschirurgischen Verfahren wie einem Facelift kombiniert.

Voraussetzungen für das Einsetzen eines Gesichtsimplantats

Eine stabile Psyche und physische Gesundheit sind wichtige Grundvoraussetzungen, um sich ein Gesichtsimplantat operativ einsetzen zu lassen. Denn häufig entspricht dieser Eingriff nicht zu 100 Prozent den Erwartungen Betroffener. Plastische Operationen können das Gesichtsprofil zwar verbessern, steigern jedoch nicht zwangsläufig das Selbstbewusstsein. Deshalb sind die Patienten und Patientinnen für die Operation besonders geeignet, die die Resultate des Eingriffs realistisch einschätzen können.

Der Operationsverlauf

Der Umfang des Eingriffs ist ausschlaggebend für die Wahl des Anästhetikums. Allerdings wird eine Operation eines Gesichtsimplantats in den meisten Fällen per Vollnarkose durchgeführt. Bei einer unkomplizierten und kurzzeitigen operativen Therapie genügt eventuell eine örtliche Betäubung. Bei dieser Verfahrensweise sind Patienten und Patientinnen während des Eingriffs bei Bewusstsein, empfinden jedoch keinen Schmerz.

Der Zeitansatz des invasiven Eingriffs variiert zwischen 30 Minuten und zwei Stunden. Maßgeblicher Faktor für die Länge des Verfahrens ist die Gesichtspartie, die mit dem Implantat versehen werden soll.

Nasenrücken

Um den Nasenrücken hervorzuheben oder fülliger zu gestalten, erfolgt ein Einsetzen des Nasenimplantats über einen für die Nasenkorrekturüblichen Schnitt. Das bedeutet, dass diese Gesichtsimplantate normalerweise über die Nasenlöcher einoperiert werden.

Kinn

Kinnimplantate werden bei einer Kinnkorrektur durch Ärzte aus der Innenseite der Unterlippe im Körper verankert. Ein Chirurg setzt bei diesem Verfahren einen Schnitt zwischen dem Kiefer sowie der Wand an der Unterlippe. Diese Methode bietet den Vorteil, dass nach dem Eingriff keine Narbe ersichtlich ist.

Jochbeine

Wünschen Betroffene eine Hervorhebung der Jochbeine, setzen Mediziner die Implantate aus dem Mund heraus ein. Eine mögliche Schnittstelle ist die Position zwischen den Wangen sowie der Oberlippe. Wird das Einsetzen des Implantats mit einem Facelift kombiniert, nehmen Ärzte den Schnitt normalerweise vor der Ohrmuschel vor.

Lippenvergrößerung

Lippenimplantate wie PermaLip sind aus medizinischem Silikon angefertigte Lippenimplantate, die zwischen der dicken Schleimhaut sowie der Mundmuskulatur eingesetzt werden. Nach dem Heilungsprozess sind die Implantate zur Lippenvergrößerungnicht mehr spürbar

Wangenimplantate

Wangenimplantate aus Silikon werden vorrangig von Patienten und Patientinnen verwendet, bei denen eine Unterspritzung mit abbaubarem Füllstoff nicht den gewünschten Zweck erzielt hat. Im Gegensatz zur Anwendung mit diesen Fillern erzielen die Implantate für Wangen ein dauerhaftes Ergebnis.

Bei allen Operationen ist es üblich, die Implantate im Anschluss mit einem Stützverband oder Pflaster fest zu positionieren. Durch diese Maßnahme gewährleistet ein Facharzt, dass sich das medizinische Hilfsmittel nicht verschiebt und ohne Komplikationen mit dem umliegenden Gewebe verwachsen kann.

Mögliche Komplikationen der Eingriffe

Nach dem Einsetzen von Gesichtsimplantaten bilden sich häufig Blutergüsse. Allerdings verursachen die Hämatome im Normalfall keine größeren Schmerzen.

Kosten von Gesichtsimplantaten

Gesichtsimplantate sowie die mit dem Eingriff verbundenen medizinischen Kosten bewegen sich normalerweise im vierstelligen Bereich. Allerdings gibt es keine exakt festgelegten Preise. Faktoren wie das vom Arzt veranschlagte Honorar, die ausgewählte Klinik sowie persönliche Umstände der Patienten beeinflussen die Preishöhe maßgeblich. Einige Beispiele für etwaig anfallende Kosten von Gesichtsimplantaten lauten wie folgt:

  • Kinnimplantat: ca. 4.800 Euro
  • Wangenimplantat: ca. 4.500 Euro

Erfolgt eine Kostenübernahme durch Krankenkassen?

In vielen Fällen erklären sich Krankenkassen zu einer Übernahme der Behandlungskosten bereit. Allerdings müssen Patienten und Patientinnen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um den Kostenaufwand partiell oder komplett erstattet zu bekommen.

  • Das Gesichtsimplantat wird aus medizinischer Sicht benötigt.
  • Eine mögliche Kostenübernahme müssen Betroffene vor der Behandlung mit der Krankenversicherung abklären.

Liegen diese Bedingungen nicht vor, müssen Betroffene auch bei medizinischer Indikation mit einer persönlichen Kostenübernahme rechnen.

Wer führt die Behandlung durch?

Betroffene können sich zum Einsetzen von Gesichtsimplantaten an einen Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, einen Facharzt für plastische Chirurgie oder einen Facharzt für plastisch-ästhetische Chirurgie wenden. All diese Mediziner haben neben einer sechsjährigen medizinischen Grundausbildung eine ebenso lange Facharztausbildung absolviert. Diese Kombination beider ärztlichen Ausbildungen bildet die Grundlage dafür, dass sich Patienten mit dem Wunsch nach einem Gesichtsimplantat bei diesen Ärzten in sichere Hände begeben.

Vor- und Nachteile der Implantate

Implantate für das Gesicht sind eine Bereicherung für Betroffene. Liegen veränderte Gesichtsformen aufgrund einer angeborenen Fehlbildung, einer Erkrankung oder eines Unfalls vor, fühlen sich Patienten häufig von der Gesellschaft ausgeschlossen. In diesen Fällen helfen die Gesichtsimplantate dabei, sich wieder im eigenen Körper wohlzufühlen.

Vorteile

  • bei medizinischer Indikation übernehmen Krankenversicherungen die Kosten der Implantate
  • unterschiedliche Implantatmodelle aus verschiedenen Materialien für jeden Bedarf
  • deutliche Steigerung der Lebensqualität nach Einsetzen des Implantats
  • Auswahlmöglichkeiten aus Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen
  • Risiken sind verhältnismäßig begrenzt

Nachteile

  • stabile Psyche als Grundvoraussetzung für die Behandlung
  • realistisches Einschätzungsvermögen über Effekt der Implantate sind Basis für Wohlbefinden nach dem Eingriff
  • relativ hohe Kosten (falls Krankenkasse die Kostenübernahme nicht bewilligt)

Häufige Fragen zum Thema Gesichts-Implantate

Welche Gesichtspartien lassen sich mit Implantaten aufbauen?

Möglich sind Implantate für Nase, Kinn, Stirn und Wangenbereich, dazu Lippenimplantate. Sie unterscheiden sich in Größe, Form und Material: Neben hartem Silikon kommen Eigengewebe wie Knorpel oder Knochen, Silikongel sowie das ungiftige ePTFE zum Einsatz.

Wo wird geschnitten?

Nasenimplantate setzen Ärzte über die Nasenlöcher ein, wie bei einer Nasenkorrektur. Kinnimplantate werden über einen Schnitt zwischen Kiefer und Unterlippenwand verankert, dabei bleibt keine sichtbare Narbe. Jochbeinimplantate kommen aus dem Mund heraus zwischen Wange und Oberlippe hinein, bei Kombination mit einem Facelift meist vor der Ohrmuschel.

Wie lange dauert der Eingriff?

Zwischen 30 Minuten und zwei Stunden, je nachdem, welche Gesichtspartie behandelt wird. Meist erfolgt er unter Vollnarkose, bei unkomplizierten kurzen Eingriffen genügt eine örtliche Betäubung, bei der Patienten bei Bewusstsein sind, aber keinen Schmerz spüren.

Was passiert direkt nach der Operation?

Ein Stützverband oder Pflaster fixiert das Implantat, damit es sich nicht verschiebt und ungestört mit dem umliegenden Gewebe verwächst. Blutergüsse sind häufig, verursachen aber meist keine größeren Schmerzen. Wer die operierten Partien regelmäßig kühlt, ist die blauen Flecken und Schwellungen nach wenigen Tagen los.

Für wen ist der Eingriff geeignet?

Wichtig sind eine stabile Psyche und körperliche Gesundheit. Plastische Operationen verbessern das Gesichtsprofil, steigern aber nicht zwangsläufig das Selbstbewusstsein. Geeignet sind deshalb vor allem Menschen, die das Ergebnis realistisch einschätzen. Vorher-Nachher-Bilder ähnlicher Eingriffe helfen dabei im Beratungsgespräch.

Was kostet ein Gesichtsimplantat?

Die Kosten liegen im vierstelligen Bereich, ein Kinnimplantat bei etwa 4.800 Euro, ein Wangenimplantat bei rund 4.500 Euro. Arzthonorar, Klinik und persönliche Umstände beeinflussen den Preis. Ist das Implantat medizinisch nötig, übernehmen die Kassen oft die Kosten, das muss aber vor der Behandlung geklärt werden.

Wer führt die Behandlung durch?

Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen sowie Fachärzte für plastische beziehungsweise plastisch-ästhetische Chirurgie. Sie haben neben der sechsjährigen medizinischen Grundausbildung eine ebenso lange Facharztausbildung absolviert.