Eine Halsstraffung für ein verjüngtes Hautbild

Die Spuren der Zeit gehen an niemandem spurlos vorüber. Es ist ganz natürlich, dass der Alterungsprozess zwischen dem 25. und 30. Lebensjahr einsetzt. Indem sich der Stoffwechsel verlangsamt, reduziert sich die Bildung der Hautzellen zusehends. Die Anzahl kollagener Fasern, die in Form von Bindegewebe die obere Hautschicht schützen, minimiert sich stetig. Als Folge dieser Entwicklung setzt der Hautalterungsprozess ein, der auch vor dem Hals nicht Halt macht. Der Hals ist eine besondere Körperpartie. Denn in diesem Bereich können Betroffene die Zeichen der Hautalterung nur schwer verstecken. Erbringen Anti Aging-Cremes nicht den gewünschten Erfolg, ist eine Halsstraffung gewiss die beste Alternative.

Was ist eine Halsstraffung?

Eine besondere Eigenschaft des Halses ist die hier vorherrschende besonders dünne Haut. Die logische Folge: in diesem Bereich erschlafft die Haut besonders schnell. Diesem Effekt soll ein Halslifting Abhilfe verschaffen. Plastisch-ästhetische Chirurgen führen bei einem Halslifting Maßnahmen durch, die den Hals straffer und jünger aussehen lassen. Falten oder hängende Hautpartien werden korrigiert. Im Bedarfsfall wird überschüssiges Fettgewebe aus der Halspartie beseitigt. Ein positiver Nebeneffekt dieser Hautbehandlung ist eine Beseitigung des Doppelkinns. Deshalb ist es je nach Einzelfall sinnvoll, Fettabsaugung sowie ein Halslifting in einer Operation miteinander zu verbinden. Aus dem Grund dürfen Betroffene aus mehreren Behandlungsansätzen wählen.

  1. Halsstraffung als gesonderter Eingriff
  2. Halsstraffung in Kombination mit einer Fett-Weg-Spritze
  3. Straffung des Halses mit Fettabsaugung
  4. Kombination aus Halslifting und Facelift

Das Ziel der Straffung

Der Eingriff verfolgt das Ziel, Falten sowie Fettpolster der Halsregion zu beseitigen. Nach dem Eingriff erhält die Haut einen frischeren und gleichmäßigeren Teint. Narben sind im Optimalfall nicht sichtbar. Die Halskontur erscheint durchweg harmonisch und geschmeidig.

Welche Kriterien müssen Patienten erfüllen, um ein Halslifting durchführen zu lassen?

Ein Halslifting kommt in erster Linie für Menschen mit einer ungleichmäßigen Halsstruktur in Frage. Denn nur in diesem Fall lohnt sich der Aufwand, im Rahmen der Eingriffe ein ebenmäßiges Hautbild wieder herzustellen. Für einen optimalen Therapieverlauf müssen Patienten folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • überschüssiges Fettgewebe am Hals ist vorhanden
  • starke Faltenbildung an unterer Kinnpartie und dem Hals
  • körperliche Gesundheit der behandelten Person (Grundlage für optimalen Genesungsprozess)

Welche Methoden stehen zur Wahl?

Ist ein normaler Verlauf des Eingriffs zu erwarten, nehmen Mediziner das Lifting unter lokaler Anästhesie im Zusammenspiel mit Dämmerschlaf vor. Bei dieser Form der Betäubung sind Patienten während des Operationsverfahrens nicht ansprechbar. Allerdings sind die Personen in der Lage, weiterhin eigenständig zu atmen. Je nach Umfangs des Liftings dauern die operativen Methoden von einer bis drei Stunden an.

Operation

1. Platysma-Halsstraffung

Die sogenannte Platysma-Plastik wird bei einem kleineren Halslifting angewendet. Diese Methode fokussiert sich erstrangig auf den gleichnamigen Halsmuskel, für dessen Behandlung ein Chirurg einen etwa fünf Zentimeter langen Schnitt unterhalb des Kinnbereichs ansetzt. Bei dieser Therapie wird der Platysma-Halsmuskel neu modelliert, gestrafft und anschließend wieder vernäht. Durch diese Vorgehensweise verschwinden die Halsbänder optisch. Dieses Erscheinungsbild auf dem Hautbereich gilt oft als Kennzeichen eines fortgeschrittenen Lebensalters.

2. SMAS-Halsstraffung

Führen Ärzte die sogenannte SMAS-Halsstraffung durch, setzen die behandelten Mediziner die Schnitte für die Operation unterhalb der Ohren. Wurde die Haut im nächsten Schritt angehoben, werden Teile der erschlafften Haut beseitigt. Daraufhin nehmen Fachärzte ein Lifting des Platysma-Muskels vor, um die Haut im finalen Schritt zu glätten und die Stelle mit dünnen Fäden zu vernähen.

Ein Sonderfall liegt bei einem bestehenden massiven Doppelkinn vor. In diesem Fall sind größere Schnitte notwendig. Derartige Ausnahmefälle treten beispielsweise nach einem extremen Gewichtsverlust auf, der starke Hautüberschüsse verursacht hat. Ist eine derartige Halsstraffung gewünscht, wenden Ärzte die W- oder Z-Plastik an. Bei diesen Eingriffen ähnelt der Lauf der chirurgischen Einschnitte einer Zickzack-Form, die von der Kinnunterseite bis zum Kehlkopf verläuft. Diese Schnitttechnik ist bei einem massiven Doppelkinn sinnvoll, um ein verschobenes Hautbild aufgrund einer Narbenschrumpfung während der Heilungsphase zu vermeiden.

Laser

Das medizinische Pendant zur Operation ist die Laserbehandlung. Allerdings wird dieses Verfahren aktuell erst von wenigen Schönheitschirurgen in Deutschland offeriert. Diese medizinische Lösung kommt für all die Patienten in Betracht, die eine Straffung am Hals ohne operativen Eingriff vornehmen lassen möchten.

Zum Einsatz kommt ein Nd-YAG-Laser, der durch etwa drei Millimeter kleine Einschnitte via Glasfaser-Lichtleiter auf die sogenannte Subkutanschicht der Haut einwirkt. Nach der Behandlung wirkt die Haut am Hals wesentlich straffer und gespannter – das Ziel eines Halsliftings ist erreicht. Vorteile dieser Behandlung sind die kurzen Genesungszeiten, das Minimum an Nebenwirkungen sowie individuelle Anpassungsmöglichkeiten an die Bedürfnisse der Patienten. Ein weiterer Pluspunkt dieser medizinischen Methode ist die geringe Narbenbildung, die nach dem Eingriff so gut wie gar nicht erkennbar ist. Die Lasertherapie dauert ungefähr eineinhalb Stunden an.

Wichtige Vor- und Nachsorgemaßnahmen einer Halsstraffung

Damit das Halslifting so unkompliziert wie möglich verläuft, sollten Betroffene folgende Vorsorgemaßnahmen treffen.

  • Verzicht auf Nikotin sowie Alkohol (mindestens ein bis zwei Tage vor dem Eingriff)
  • Absetzen blutverdünnender Pharmazeutika (ASS-haltige Schmerzmittel u. a.)
  • Vorgespräch mit behandelndem Arzt (beispielsweise Absprache über Einnahme von lebensnotwendigen Arzneimitteln)
Insbesondere nach einem operativen Eingriff müssen Betroffene einen stationären Aufenthalt in einer Klinik in Kauf nehmen. Im Normalfall müssen Patienten und Patientinnen für einen vorgeschriebenen Zeitraum einen Wundverband an der Halspartie tragen.

Tipp der Redaktion: Auch nach der Halsstraffung empfehlen Mediziner einen Verzicht auf blutverdünnende Medikamente. Diese Arzneimittel verursachen möglicher Einblutungen.

Zusätzlich sind Betroffene angehalten, mindestens sechs Wochen lang auf starke körperliche Belastungen wie Sport, Sonnenbäder sowie Saunen- und Solariumsbesuche zu verzichten. Eine zu hohe Wärmeeinwirkung begünstigt eine unerwünschte Pigmentierung auf der frischen Narbe,

Etwaige Risiken und Komplikationen der Behandlung

Bei der richtigen Arztwahl erweist sich eine Halsstraffung als relativ komplikationslos. Dennoch lassen sich einige Nachwirkungen des Liftings am Hals nicht vermeiden. Diese Beschwerden gehören den verhältnismäßig oft auftretenden Nebenwirkungen an:

  • Schwellungen
  • Rötungen
  • gereiztes Gefühl im Hals- und Gesichtsbereich

Verläuft die Therapie jedoch nach Maß, können Betroffene nach spätestens ein bis zwei Wochen wieder ihrem gewohnten Alltag nachgehen. Bei diesen Komplikationen sollten sich Patienten und Patientinnen sofort an einen Arzt wenden:

  • starke Nachblutungen
  • Infektionen an der OP-Narbe

Ein Ausnahmefall ist ein gequetschter oder durchtrennter Gesichtsnerv, der im Rahmen des Eingriffs geschädigt wurde. Wundheilungsstörungen im Nachsorgezeitraum führen schlimmstenfalls zu wuchernden, schwulstähnlichen Narben.

Tipp der Redaktion: Wundheilungsstörungen werden vermieden, indem sich Patienten an allen medizinisch empfohlenen Nachsorgemaßnahmen orientieren. Deshalb sollten Betroffene unbedingt anstrengende körperliche Aktivitäten oder einen erhöhten Nikotinkonsum vermeiden.

Fällt die Wahl auf ein Halslifting via Laserverfahren, beschränken sich etwaig entstehende Risiken auf ein Minimum. Betroffene müssen ebenfalls Unannehmlichkeiten wie Rötungen und Schwellungen der Haut in Kauf nehmen, die bei normalem Genesungsverlauf innerhalb weniger Tage verheilt sind. Das Risiko für Asymmetrien, Gefäß- und Nervenverletzungen oder Nachblutungen ist zwar vorhanden, jedoch sehr gering. Nur in Ausnahmefällen treten nach Lasertherapien geringe Unregelmäßigkeiten der Hautpigmentierung auf.

Kosten der Behandlung

In deutschen Kliniken fallen für ein Halslifting Durchschnittskosten von 3.000 bis 5.000 Euro an. Allerdings erhöhen sich diese Kosten durch Faktoren wie erschwerte Bedingungen oder Kombinationen mit anderen Operationen. Weil diese medizinische Maßnahme in den meisten Fällen rein ästhetisch motiviert ist, übernehmen Krankenkassen den finanziellen Aufwand für die Halsstraffung normalerweise nicht.

Eine Halsstraffung: an wen sollen sich Interessenten wenden?

Eine Operation ist ein großer Eingriff in den menschlichen Körper. Um ein ästhetisch zufriedenstellendes Resultat zu erzielen, sollte die Wahl eines geeigneten Arztes besonders gut durchdacht sein. Doch Schönheitschirurg ist nicht gleich Schönheitschirurg. Denn diese Berufsbezeichnung darf jeder Mediziner – ganz unabhängig von seiner Qualifikation – führen. Trägt ein Arzt den Titel „Facharzt für plastische Chirurgie“ oder „Facharzt für plastisch-ästhetische Chirurgie“, verweist diese Bezeichnung auf eine fundierte Ausbildung der Mediziner. Bei beiden Titeln wenden sich Betroffene garantiert an Mediziner, die im Besitz der nötigen Expertise sind und mindestens 600 plastisch-chirurgische Operationen eigenständig absolviert und alle erforderlichen Prüfungen bestanden haben. Diese Fachärzte sind die erste Wahl für eine Halsstraffung.

Tipp der Redaktion: Der Dachverband DGPRÄC ist eine wichtige Kontaktstelle für alle Personen, die Kontaktdaten zu renommierten Fachärzten suchen.

Vor- und Nachteile des Halsliftings

Ein Halslifting ist eine Methode der plastisch-ästhetischen Chirurgie, die Patienten zu einem deutlich attraktiveren Erscheinungsbild verhilft. Aufgrund zahlreicher mit dem Eingriff verbundener Vorteile ist eine Halsstraffung eine Behandlung, die die meisten Betroffenen trotz einiger Nachteile gewiss nicht bereuen werden.

Vorteile

  • Straffung des Gesichts- und Halsprofils
  • deutliche Verjüngung des optischen Erscheinungsbilds der behandelten Person
  • ausgewogenes, ebenmäßiges Resultat (insbesondere bei bestehender Fettleibigkeit)
  • auf Wunsch mit anderen medizinischen Verfahren kombinierbar
  • kaum sichtbare Narben (an Ohren, dem unteren Kinn, sehr feine Struktur)
  • verbesserte Lebensqualität
  • langanhaltender Effekt (für ungefähr zehn Jahre)

Nachteile

  • Eingriff ist nicht für alle Personen geeignet
  • ohne medizinischen Grund erfolgt keine Kostenübernahme durch Krankenkassen
  • Risiken sind nicht komplett auszuschließen