Mikropigmentation für ein dauerhaftes Make-Up
Der Begriff Permanent Make-Up ist in aller Munde. Bei dieser kosmetischen Maßnahme werden im Gesicht spezielle kosmetische Tätowierungen vorgenommen, die in Form künstlicher Lidstriche oder Lippenkonturen über mehrere Jahre hinweg bestehen bleiben. Eine Ergänzung zu dieser Form des Make-Ups ist die Mikropigmentation. Auch als Mikropigmentierung bezeichnet, gleicht diese kosmetische Behandlung beispielsweise die Folgeschäden eines nicht gelungenen Permanent Make-Ups aus.

Für wen ist eine Mikropigmentation geeignet?
Eine Mikropigmentation ist für all die Personen geeignet, die ein dauerhaftes Make-Up wünschen. Diesen Zweck erfüllt zwar auch das Permanent Make-Up. Doch die dadurch erzeugten Linien sind wesentlich weicher. Möchten Kundinnen das Risiko einer drohenden Verfärbung nach der kosmetischen Anwendung auf ein Minimum reduzieren, ist diese Methode ebenfalls die richtige Wahl. Zudem ist der Eingriff durch Pigmentisten für die Frauen (und Männer) geeignet, die ein misslungenes Permanent Make-Up optisch aufwerten lassen möchten.
Wie funktioniert die Mikropigmentierung?
Für die Anwendung sind folgende Utensilien erforderlich:
- Nadel
- Spezialstift
- Naturfarben
Ohne eine Betäubung vorzunehmen, injiziert die dünne Nadel die Naturfarben in die oberste Hautschicht. Bevor die Nadel zum Einsatz kommt, nehmen Kosmetiker mit dem Spezialstift eine Vorzeichnung auf dem Gesicht vor. Durch diese Methode erhält das Hautbild exakt die Verbesserungen, die Kunden und Kundinnen wünschen. Die Besonderheit dieses Kosmetikverfahrens besteht darin, dass die Nadeln nicht einfach in die Haut eingeschlagen werden. Vielmehr heben mehrere feine Nadeln die Haut hoch. Daraufhin werden die Farben auf sanfte Weise in die Haut injiziert. Das Resultat ist ein natürlich wirkendes Make-Up.
Normalerweise erfolgt die Pigmentierung nach Maßgabe der sogenannten Goldeneye Methode. Dieses Verfahren setzt laut Fachbuch neben einer Verwendung ausschließlich hochwertiger Pflegeprodukte ein hohes Maß an Verantwortungsgefühl voraus. Darauf aufbauend, schließt eine Mikropigmentierung nach Goldeneye Maßregeln den Respekt vor jedweder Individualität ein.

Typische Anwendungsgebiete
Die klassischen Anwendungsgebiete unterteilen sich wie folgt:
Zu jedem einzelnen Körperareal stehen unterschiedliche Angebote für eine Mikropigmentation zur Wahl.
Augenbrauen
Augenbrauen können mikropigmentiert werden, indem eine Haarzeichnung oder Schattierung beidseitig vorgenommen wird. Ergänzend können beide Anwendungen miteinander kombiniert werden.
Augen
Die Augen erhalten eine optische Aufwertung, indem der Wimpernkranz oder Eyeliner oben und unten beidseitig mikropigmentiert werden. Alternativ können der obere sowie untere Bereich im Rahmen einer Behandlung bearbeitet werden. Eine andere Möglichkeit der Mikropigmentation ist die beidseitige Anbringung eines doppelten Eyeliners im oberen oder unteren Augenbereich.
Lippen
Lippen werden durch einen Kosmetiker behandelt, indem deren Kontur nachgezogen oder eine Schattierung gesetzt wird. Diese Schattierung der Lippen unterteilt sich in Voll- oder Teilschattierungen.
Weibliche Brust
Bei der Behandlung der weiblichen Brust wird die Anwendung als sogenannte Areolapigmentierung vorgenommen. Muss die Brustwarze aus individuellen Gründen vergrößert werden oder ist die Pigmentierung nach einer Brustverbrennung mit sichtbarer Vernarbung erforderlich, wird die Mikropigmentierung angewendet. Ein weiterer Anwendungsbereich entsteht für Frauen nach einer erfolgreich überstandenen Therapie von Brustkrebs. In diesem Fall führen Pigmentisten die Behandlung im Rahmen eines Brustaufbaus durch.
Wie lange hält das dadurch erworbene Make-Up an?
Das erworbene Resultat hält ungefähr zwei Jahre an.
Ist nach der Anwendung eine Nachsorge erforderlich?
Die Nachbehandlung beschränkt sich bei dieser Behandlung auf ein Minimum. Betroffenen wird angeraten, innerhalb eines Monats nach der Behandlung einen Kontrolltermin beim behandelnden Kosmetiker wahrzunehmen. Zudem erhalten Kunden spezielle Pflegemittel, die nach der Anwendung auf der Haut aufgetragen werden. Direkte Sonneneinstrahlung könnte sich in den ersten Wochen nach der Behandlung ebenfalls schädlich auswirken.
Risiken der Behandlung
Generell hat sich diese Methode als relativ schmerzfreies und risikoarmes Verfahren bewährt. Eine Mikropigmentation ist schonend und sanft zur Haut. Normalerweise entstehen keine Blutungen oder Schorf. Die Haut heilt beim normalen Verlauf schnell ab. Treten dennoch Komplikationen auf, sollten sich Betroffene an den behandelnden Kosmetiker oder einen Dermatologen wenden.

Kosten der Mikropigmentation im Überblick
Die Kosten unterscheiden sich je nach Behandlungsgebiet im Gesicht sowie der Wahl des Kosmetikers oder Kosmetikerin. Häufig sind Kombinationsangebote für mehrere Körperpartien in der Summe günstiger als die Mikropigmentation einzelner Teilbereiche. Ein Beispiel: eine Haarzeichnung oder Schattierung der Augenbrauen berechnen Kosmetiker mit etwa 300 Euro pro Behandlung. Sollen die Kosmetikexperten die Haarzeichnung sowie Schattierung in Kombination vornehmen, belaufen sich die Kosten auf etwa 450 bis 500 Euro. Die weiteren Kostenbeispiele zeigen ebenfalls auf, dass der Kostenaufwand maßgeblich von der behandelnden Körperregion abhängt:
- Wimpernkranz beidseitig (entweder oben oder unten): jeweils 190 bis 200 Euro
- Wimpernkranz beidseitig (oben und unten kombiniert): etwa 300 Euro
- Nachziehen der Lippenkontur: etwa 200 Euro
- Teilschattierung auf Lippen: etwa 200 Euro
- Vollschattierung auf Lippen: etwa 200 Euro
Wer führt die Behandlung durch?
Die richtigen Ansprechpartner für eine Mikropigmentierung sind ausgebildete Kosmetiker.
Vor- und Nachteile
Die Mikropigmentierung ist mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen verbunden. Besonders wichtig ist, dass Interessenten das Resultat der Behandlung als deutlichen Pluspunkt für ihr Äußeres betrachten. Es ist eine klassische kosmetische Anwendung, die bestenfalls das Selbstwertgefühl steigert.
Vorteile
- Bei erfolgreicher Behandlung fühlen sich Kunden und Kundinnen nach der Anwendung zumeist wohler
- Mikropigmentierung kann variabel auf verschiedenen Gesichtsbereichen angewendet werden
- Dieses Verfahren ist eine verhältnismäßig risiko- und schmerzarme Behandlungsmethode
Nachteile
- Interessenten müssen die Kosten komplett selbst tragen
- Der Eingriff wirkt sich nicht positiv auf die physische Gesundheit aus
- Zum Erzielen eines optimalen Resultats sind normalerweise mehrere Behandlungen erforderlich
Häufige Fragen zum Thema Mikropigmentation
Was unterscheidet die Mikropigmentation vom Permanent Make-up?
Die Linien fallen deutlich weicher aus, und das Risiko einer späteren Verfärbung ist geringer. Außerdem lässt sich mit der Methode ein misslungenes Permanent Make-up optisch aufwerten.
Wie läuft die Behandlung ab?
Ohne Betäubung. Der Kosmetiker zeichnet die gewünschte Form zunächst mit einem Spezialstift vor. Anschließend heben mehrere feine Nadeln die Haut an, und die Naturfarben werden sanft in die oberste Hautschicht eingebracht. Das Ergebnis wirkt dadurch natürlich. Für ein besonders gutes Resultat sind mehrere Behandlungen einzuplanen.
Welche Bereiche lassen sich behandeln?
Augenbrauen per Haarzeichnung, Schattierung oder beidem. An den Augen der Wimpernkranz oder Eyeliner oben, unten oder beides. An den Lippen die Kontur sowie Teil- oder Vollschattierungen. Bei der weiblichen Brust kommt die Areolapigmentierung zum Einsatz, etwa nach Brustverbrennungen mit Narben oder im Rahmen eines Brustaufbaus nach Brustkrebs.
Wie lange hält das Ergebnis?
Etwa zwei Jahre. Danach verblassen die Farben allmählich und die Behandlung lässt sich auffrischen. Wie lange das Ergebnis genau hält, hängt auch von der Pflege und der Sonneneinstrahlung ab.
Was ist danach zu beachten?
Die Nachsorge beschränkt sich auf ein Minimum. Innerhalb eines Monats sollte ein Kontrolltermin beim Kosmetiker wahrgenommen werden. Zusätzlich gibt es spezielle Pflegemittel für die Haut. Direkte Sonneneinstrahlung kann sich in den ersten Wochen schädlich auswirken.
Wie riskant ist die Behandlung?
Sie gilt als schmerz- und risikoarm sowie schonend zur Haut. Normalerweise entstehen weder Blutungen noch Schorf, und die Haut heilt schnell ab. Treten dennoch Komplikationen auf, gehört man zum behandelnden Kosmetiker oder zu einem Dermatologen.
Was kostet die Mikropigmentation?
Haarzeichnung oder Schattierung der Augenbrauen kosten je etwa 300 Euro, kombiniert 450 bis 500 Euro. Der Wimpernkranz oben oder unten liegt bei 190 bis 200 Euro, beides zusammen bei rund 300 Euro. Lippenkontur, Teil- und Vollschattierung kosten jeweils etwa 200 Euro. Kombinationsangebote sind oft günstiger, die Kosten tragen Kunden selbst.