Schamlippenverkleinerung für mehr Freude an der eigenen Weiblichkeit

Normalerweise überdecken die äußeren die inneren Schamlippen. Doch was tun, wenn die weiblichen Genitalien nicht diesen optischen Idealvorstellungen entsprechen? Schmerzen, Reizungen oder Entzündungen sind die Folge, wenn Frauen unter zu großen Schamlippen leiden. Genauso häufig kommt es vor, dass sich Betroffene unattraktiv finden und ihr Selbstwertgefühl unter dem Anblick leidet. Diesem Problem schafft eine Schamlippenverkleinerung Abhilfe.

Was bewirkt eine Verkleinerung der Schamlippen?

Operativ ist es möglich, die Position und Form der inneren oder äußeren Schamlippen anzupassen. Beide Optionen erfüllen ihren Zweck, wenn das Selbstwertgefühl der Patientinnen massiv eingeschränkt ist oder während Bewegungen Schmerzen auftreten. Eine mögliche Ursache der Vergrößerung der äußeren Schamlippen ist der Umstand, dass dieses Körperteil hauptsächlich aus Fettgewebe besteht. Verliert die Körperpartie aufgrund der nachlassenden Elastizität oder genetischer Dispositionen an Spannkraft, wirkt das primäre weibliche Geschlechtsorgan größer: eine Entwicklung, die viele Frauen mit Missmut betrachten. In einigen Fällen ist es sogar möglich, dass sich die Schamlippen deutlicher unter der Kleidung abzeichnen. Auch dieser Umstand missfällt vielen Patientinnen. Aus diesen Gründen oder auch aufgrund eines Verlustes der sexuellen Empfindsamkeit verfolgt die Genitalchirurgie in diesem Bereich zwei Ziele:

  1. die Rekonstruktion eines ästhetischen Äußeren
  2. die gänzliche Wiederherstellung der Funktionalität der Schamlippen

Vorbereitungen auf den genitalchirurgischen Eingriff

Die Pflicht zu einer Durchführung eines Beratungsgesprächs vor dieser Operation ist sogar gesetzlich verankert. Ist eine Verkleinerung der äußeren oder innen Schamlippen geplant, sollen sich betroffene Frauen intensiv mit der fachlichen Kompetenz des ausgewählten Mediziners auseinandersetzen. Eine weitere wichtige Rolle spielen emotionale Aspekte. Bei Behandlungen im Intimbereich ist es besonders wichtig, ein Vertrauensverhältnis zum behandelnden Arzt aufzubauen. Ein umfassendes Beratungsgespräch ohne jeglichen Zeitdruck vermittelt Patientinnen ein angenehmes Gefühl. Zudem ist es wichtig, dass der Facharzt alle medizinischen Möglichkeiten umfassend erläutert und den zu operierenden Körperbereich hinreichend untersucht. Mit diesen Maßnahmen bereiten sich betroffene Frauen im Einzelnen auf die OP vor:

  1. Verzicht auf blutverdünnende Pharmazeutika, beispielsweise ASS-haltige Kopfschmerztabletten
  2. kein Alkohol- und Nikotinkonsum (da Nikotin gefäßverengend wirkt, wird der Heilungsprozess der Wunden beeinträchtigt)

Ablauf und Methoden des Eingriffs

Bevor Mediziner im Rahmen der OP zum Skalpell greifen, vermessen die Ärzte die inneren oder äußeren Schamlippen – je nachdem, welche Körperregion chirurgisch behandelt werden soll. Die Vermessungsergebnisse werden markiert, so dass garantiert ein symmetrisches Behandlungsergebnis erfolgt. Für eine Operation der inneren oder äußeren Schamlippen ist grundsätzlich eine lokale Betäubung ausreichend. Auf Wunsch wird die Korrektur allerdings auch in Vollnarkosevorgenommen. Bei einer Verkleinerung der inneren Schamlippen beseitigen Mediziner das überschüssige Gewebe mit einem Laserskalpell. Ist der Schnitt durch den Chirurgen mit einer selbstauflösenden Naht durch Fäden geschlossen worden, versiegelt ein Arzt die Wunde mit einem chirurgischen Kleber. Im Gegensatz zu diesem Behandlungsansatz ist eine Korrektur der äußeren Schamlippen mit einer Fettabsaugung verbunden. In die Körperpartie injiziert ein Facharzt eine Lösung zur Verflüssigung der Fettzellen. Diese Lösung mit antibiotischer Wirkung erleichtert den anschließenden Absaugungsprozess der Fettzellen. Bei diesem Eingriff ist es besonders wichtig, auf der kleinen Behandlungsfläche besonders exakt zu arbeiten.

So verläuft die postoperative Pflege

Die Nachsorgemaßnahmen variieren zwischen Eingriffen an den inneren oder äußeren Schamlippen.

Tipp der Redaktion: Bei beiden Behandlungsansätzen ist es dringend erforderlich, dass sich behandelnde Mediziner an allen wichtigen hygienischen Vorschriften orientieren. Unter diesen Umständen wird ein Großteil möglicher Komplikationen vermieden.

Innere Schamlippen

Weil eine Verkleinerung der Schamlippen offene Wunden verursacht, sollten Patientinnen die Wunde mehrmals pro Tag säubern. Sitzbäder sind ebenso erforderlich wie das Tragen von Binden. Bis die Wunde rund um die Klitoris komplett verheilt ist, sollten Frauen für mindestens zwei Wochen auf sämtliche sportlichen Aktivitäten verzichten. Körperliche Anstrengungen sowie Geschlechtsverkehr sind in den ersten zwei Wochen nach der Operation ebenso tabu wie das Tragen von Tampons.

Äußere Schamlippen

Hat eine OP zur Verkleinerung der äußeren Schamlippen stattgefunden, müssen Ärzte nur kleinere Einstiche in dem Körperbereich vornehmen. Diese Maßnahmen beeinflussen den Heilungsprozess positiv:

  • Tragen einer Miederhose
  • Vermeidung von Sport, anstrengenden körperlichen Aktivitäten und Sport für mindestens zwei Wochen
  • Verzicht auf Tampons für etwa 14 Tage

Wer sich an all diesen Leitlinien orientiert, darf sich an einem hoffentlich optimal verlaufenden Genesungsprozess erfreuen.

Risiken und Komplikationen der Schamlippenverkleinerung

Beide Eingriffe verursachen Schwellungen der operierten Körperregion. Es ist völlig normal, dass Patientinnen direkt nach der OP an leichten Schmerzen leiden. Hämatome sowie Schwellungen sind vollkommen normale Begleiterscheinungen der Schamlippenverkleinerung.

Tipp der Redaktion: Klingen diese leichten Beschwerden nach wenigen Tagen nicht ab, benötigen operierte Frauen unbedingt medizinische Hilfe. In Einzelfällen ist sogar eine erneute OP notwendig.

Des Weiteren müssen Patientinnen in Ausnahmefällen mit diesen Unannehmlichkeiten rechnen:

  • Unverträglichkeiten gegenüber dem Narkosemittel
  • Wundinfektionen

Diese Risiken lassen sich in der Intimchirurgie mit einer gut durchdachten Arztwahl sowie einer gründlichen Anamnese eindämmen. Um die Komplikationen zu minimieren oder gar gänzlich zu vermeiden, sollten operierte Frauen unbedingt die Anweisungen der behandelnden Ärzte beachten. Aus dem Grund tragen die Wahl des Operationsortes sowie des behandelnden Mediziners erheblich zum Genesungsprozess bei.

Die richtigen Ärzte für die Verkleinerung der weiblichen Genitalien

Eine Schamlippenverkleinerung ist hierzulande eine vergleichsweise selten ausgeführte Operation. Dennoch gibt es in Deutschland mittlerweile Spezialisten, die sich auf die Genitalchirurgie fokussieren. Wer seine Gesundheit oder den Operationserfolg tatsächlich 100%ig absichern möchte, wendet sich an einen dieser Mediziner. Grundsätzlich können Frauen jedoch alle Mediziner konsultieren, die eine kosmetisch-ästhetische medizinische Ausbildung absolviert haben. Im Einzelnen kommen diese Ansprechpartner in Betracht:

  • Facharzt für plastische Chirurgie
  • Facharzt für plastisch-ästhetische Chirurgie

Diese Ärzte haben im Rahmen ihres Studiums die notwendige Expertise erworben, um die Operationen durchzuführen. Wie bereits erwähnt, weicht der individuelle Erfahrungsschatz in diesem speziellen chirurgischen Bereich von Arzt zu Arzt voneinander ab.

Kosten der Behandlung

Die Kosten für eine operative Behandlung der inneren Schamlippen belaufen sich hierzulande auf durchschnittlich 900 Euro. Wer die äußeren Schamlippen verkleinern lassen möchte, muss mit einem Mindestbetrag von etwa 1.200 Euro rechnen. Ausschlaggebende Komponenten für die individuelle Höhe der Behandlungskosten sind das favorisierte Klinikum, dessen Standort sowie die Reputation der Ärzte.

Tipp der Redaktion: Attestieren die behandelnden Fachärzte eine medizinische Indikation für die Operation, können die Kosten von privaten oder gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Allerdings sollten Betroffene diesen Aspekt vor Inanspruchnahme der Behandlung klären.

Vor- und Nachteile der Schamlippenkorrektur

Häufig werden Schamlippenkorrekturen aus ästhetischen Gründen vorgenommen. Ist die Ursache für die Operation eine funktionelle Einschränkung, spricht das Kosten-Nutzen-Verhältnis deutlich für die Behandlung. Dennoch ist eine Schamlippenverkleinerung noch kein chirurgischer Eingriff, der hierzulande zum Standardprogramm der meisten plastisch-ästhetischen Chirurgen gehört. Aus diesem Grund sollten Patientinnen den Arzt ihres Vertrauens mit großer Sorgfalt auswählen.

Vorteile

  • vergleichsweise geringe chirurgische Eingriffe (für deutlich sichtbaren Erfolg)
  • verhältnismäßig geringer Kostenaufwand
  • Risiken und Nachsorgemaßnahmen sind überschaubar
  • Wahloptionen aus verschiedenen operativen Ansätzen

Nachteile

  • Krankenversicherungen tragen Behandlungskosten nur bei medizinischer Notwendigkeit
  • relativ begrenzte Auswahl aus erfahrenen plastisch-ästhetischen Chirurgen
  • leichte alltägliche Einschränkungen im Rahmen der Nachsorgemaßnahmen