Modellierung des Venushügels

Der Venushügel ist ein Teil des weiblichen Geschlechtsorgans, der sich direkt oberhalb des Schambeins befindet. Normalerweise fällt diese Körperpartie von außen kaum auf. Treten in diesem Teil des Schambereichs jedoch vermehrte Fettansammlungen auf, leiden viele Frauen unter dem Effekt. Insbesondere unter eng anliegender Bekleidung wie Leggings oder Röhrenjeans ist ein erhabener Venushügel gut erkennbar. Betroffene Frauen schämen sich für den Körperbereich oder befürchten anzügliche Blicke. Die logische Folge: Patientinnen fühlen sich in ihrer Haut unwohl und verzichten auf Kleidungsstücke, die sie eigentlich gern tragen möchten.

Ein erhabener Venushügel: nicht nur ein optisches Problem

Nicht nur aus ästhetischer Sicht beeinträchtigt ein erhabener Venushügel das allgemeine Wohlbefinden der Frauen. Ist diese Körperpartie besonders ausgeprägt, kann diese aufreiben und sich schlimmstenfalls sogar entzünden. Insbesondere bei sportlichen Aktivitäten sind Reizungen oder Rötungen eine mögliche Folge. Betroffene müssen Einschränkungen hinnehmen, die ihre Lebensqualität möglicherweise beeinträchtigen. Dieses kosmetische oder medizinische Problem beheben Frauen durch unterschiedliche Methoden. Alle medizinischen Methoden, die zur Wahl stehen, dienen einer erneuten Modellierung des Venushügels.

Venushügel-Modellierung: vor der Behandlung

Die Venushügel-Modellierung, auch als Venushügelsculpting bezeichnet, ist eine Behandlungsform mit vielen Methoden. Nicht nur körperliche Defizite sollen durch den Eingriff minimiert werden. Ist die Psyche betroffener Frauen durch einen vergrößerten Venushügel in Mitleidenschaft gezogen, werden Patientinnen nach der Therapie wesentlich erleichterter sein. Ein weiterer Vorteil des Sculptings besteht darin, dass die Korrektur ein verhältnismäßig risikoarmer Eingriff ist. Dennoch sollten Frauen unbedingt genügend Zeit einräumen, um im Vorfeld ein beratendes Gespräch mit dem Arzt ihrer Wahl zu führen. Dieses Beratungsgespräch sollte folgende Inhalte abdecken:

  1. Möglichkeiten und Risiken der Modellierung
  2. Durchführung von Maßnahmen zur Erreichung des gewünschten Ziels

Weiterhin wird Patientinnen angeraten, bis zu zwei Wochen vor der Therapie auf Nikotin, Alkohol sowie blutverdünnende Pharmazeutika zu verzichten.

Tipp der Redaktion: Nehmen Betroffene Medikamente ein, die der Aufrechterhaltung der Körperfunktionen dienen, sollten Frauen diese Arzneimittel natürlich nicht absetzen. Allerdings wird den Patientinnen angeraten, die Mediziner über deren Einnahme zu informieren.

Venushügelsculpting: die wichtigsten Methoden

In der modernen medizinischen Praxis kommen für eine Korrektur des Venushügels zwei verschiedene Methoden in Betracht – die Lasertherapie sowie die Fettabsaugung. Je nachdem, welche Klinik und welchen Arzt betroffene Frauen auswählen, können bei Bedarf auch beide Varianten miteinander kombiniert werden. Wer diesen Weg beschreitet, steigert die Erfolgsaussichten der Behandlung. Beide Methoden werden normalerweise unter lokaler Betäubung durchgeführt. Eine Vollnarkose erhalten Patientinnen nur auf speziellen Wunsch. Treten während der Eingriffe keine unerwarteten Probleme auf, kalkulieren Mediziner für das Venushügelsculpting etwa 20 bis 60 Minuten ein.

Lasertherapie

Die Besonderheit der Lasertherapie bei einer Venushügel-Modellierung ist es, dass im Rahmen der Behandlung verschiedene Laser verwendet werden. Durch diese Mischung ist es möglich, dass Ärzte die passende Wellenlänge zur Erreichung der individuellen Behandlungserfolge erzielen. Die hochfrequentierten Laserstrahlen treffen auf das zu beseitigende Gewebe, um dieses abzutragen. Da die Hautschichten über dem Venushügel sehr dünn sind und das Licht in hoher Konzentration auf die Körperpartie abzielt, verdampft das Hautgewebe.

Tipp der Redaktion: Wählen Patientinnen einen renommierten Facharzt, der die Lasertherapie korrekt ausführt, entstehen bei dem Eingriff keinerlei Schnitte. Somit bleibt das Gewebe narbenfrei.

Fettabsaugung

Eine beliebte und bewährte Methode zur Korrektur des Venushügels ist in der Intimchirurgie die Fettabsaugung. In medizinischer Fachsprache als Liposuktion bezeichnet, dient dieses Verfahren der Entfernung überschüssigen Fetts. Da sich auf dem Schamhügel häufig relativ viel Fett ansammelt, erweist sich die sogenannte Tumuszenztechnik als wirkungsvoll. Diese Methode vollzieht sich in folgenden Schritten:

  1. Arzt injiziert Kochsalzlösung ins Fettgewebe des Venushügels
  2. Fettzellen schwemmen nach kurzer Einwirkzeit auf
  3. Mediziner saugt Fettzellen über eine Kanüle ab

Da das Haut- und Fettgewebe um den Venushügel herum relativ gering und sensibel ist, müssen Ärzte zwangsläufig besonders feine Kanülen verwenden. Durch diese Maßnahme reduziert sich das Verletzungsrisiko auf ein Minimum. Erhalten Frauen ein Betäubungsmittel in die Körperregion um den Venushügel injiziert, verspüren sie keinerlei Schmerz während des Eingriffs. Nach der Behandlung sind Betroffene zumeist sofort wieder einsatzfähig.

Venushügel-Modellierung: nach der Behandlung

Obwohl die Venushügel-Korrektur keiner chirurgischen Einschnitte bedarf, ist der Intimbereich nach der Behandlung relativ sensibel. Frauen wird direkt im Anschluss an die Behandlung eine Miederhose angelegt, die Patientinnen für einige Wochen tragen sollten.

Tipp der Redaktion: Das Tragen der Miederhose trägt in hohem Maße zum erfolgreichen Heilungsverlauf bei. Die Miederhose verfolgt die Funktion, das behandelte Gewebe zu festigen sowie die Haut anzudrücken.

Folgende Maßnahmen ergänzen den Heilungsprozess:

  • regelmäßige Anwendungen mit Kühlungen und Cremes
  • vier- bis sechswöchiger Verzicht auf sportliche Aktivitäten sowie körperliche Anstrengungen
  • Vermeidung von Geschlechtsverkehr für den gleichen Zeitraum
  • am Tag der Behandlung nicht duschen
  • in ersten zwei Wochen Vermeidung von Saunagängen sowie Vollbädern
  • regelmäßige Wahrnehmung ärztlich empfohlener Nachsorgetermine

Generell raten Mediziner dazu, dem Körper nach der Behandlung sehr viel Ruhe zu gönnen.

Risiken und Komplikationen

Beide medizinischen Verfahren zum Sculpting des Venushügels gelten als verhältnismäßig risikoarme Verfahren. Deshalb schätzen Mediziner die Korrektur bei optimalem Verlauf als relativ komplikationslos ein. Dennoch verursachen die Liposuktionen sowie Lasertherapien einige unangenehme Begleiterscheinungen, die sich bei nahezu keinem medizinischen Eingriff vermeiden lassen:

  • Rötungen
  • Reizungen
  • anschwellendes Gewebe

Vereinzelt treten diese Komplikationen auf:

  • Wundinfektionen (falls Bakterien bei einer Fettabsaugung in den Körper gelangen)
  • Sensibilitätsstörungen (durch Schädigungen umliegender Organe bei Verwendung einer zu hoch konzentrierten Kochsalzlösung)
  • Verbrennungen (bei falscher Anwendung der Lasergeräte)

Allerdings sind diese gesundheitlichen Gefahren die Ausnahme. Patientinnen minimieren die Risiken, indem sie erfahrene Mediziner auswählen.

Tipp der Redaktion: Im Normalfall klingen diese Nebenwirkungen nach einigen Tagen von allein ab. Verstärken sich die Beschwerden, sollten Patientinnen unbedingt ihren behandelnden Arzt konsultieren.

Welcher Arzt führt die Behandlung des Venushügels durch?

Eine Modellierung des Venushügels ist Bestandteil der Genitalchirurgie. Genitalchirurgische Eingriffe wie dieses Sculpting gehören heute zum Standardprogramm zahlreicher sogenannter Schönheitskliniken. Die richtigen Kontaktpersonen zur Durchführung dieser Behandlung sind:

  • Fachärzte für plastische Chirurgie
  • Fachärzte für plastisch-ästhetische Chirurgie

Patientinnen sollten bedenken, dass diese Chirurgen auf unterschiedliche Einsatzbereiche spezialisiert sind. Betroffene Frauen sollten Fachärzte konsultieren, die umfassende Erfahrungen im genitalchirurgischen Bereich nachweisen können.

Kosten der Behandlung

Durchschnittlich berechnen Ärzte für das Venushügelsculpting in Deutschland Preise von etwa 1.300 bis 2.000 Euro. Fällt der Operationsaufwand höher als erwartet aus oder bedürfen Patientinnen einer intensiven Nachsorge, können die Kosten steigen.

Tipp der Redaktion: Wird die Venushügel-Modellierung aus rein kosmetischen Gründen vorgenommen, tragen Krankenversicherungen die Behandlungskosten erfahrungsgemäß nicht. Allerdings ist es möglich, dass Krankenkassen einen Teil der finanziellen Aufwendungen übernehmen, wenn ein ärztliches Attest vorliegt. Dieses Attest kann auf gesundheitliche oder psychische Einschränkungen aufgrund des vergrößerten Venushügels verweisen.

Vor- und Nachteile des Sculptings

Ein erhabener Venushügel ist insbesondere für modebewusste Frauen eine hohe Belastung. Schränkt dieser vermeintliche Schönheitsmakel die Kleiderwahl ein, fühlen sich Betroffene auch in ihrem Lebensstil eingeengt. Wer von diesem Problem betroffen ist, erlebt eine Venushügel-Modellierung vermutlich als große Erleichterung. Bereitet ein großer Venushügel außerdem auch gesundheitliche Probleme, steht die Notwendigkeit dieser Behandlung außer Frage.

Vorteile

  • Patientinnen dürfen aus verschiedenen Behandlungsansätzen wählen
  • Kostenübernahme durch Krankenversicherungen bei medizinischer Notwendigkeit
  • Eingriffe bergen geringes Risikopotential
  • dauerhafte Verbesserung nach erfolgreichem Eingriff

Nachteile

  • ohne medizinische Indikation müssen Frauen selbst für Behandlungskosten aufkommen
  • OPs bedürfen verhältnismäßig umfangreicher Nachsorge
  • gut durchdachte Arztwahl beeinflusst Behandlungserfolg maßgeblich