Plastische Kinnoperation
Plastische Kinnoperation gegen Schönheitsmakel
Ohne jeden Zweifel ist die Nase der Mittelpunkt des Gesichtes. Zum Blickfang kann aber auch sehr schnell das Kinn werden. Wenn es zu groß oder zu klein ist, kommt es dazu, dass die Proportionen im Gesicht unausgewogen wirken. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen kann sich dadurch Unzufriedenheit mit der äußeren Erscheinung ergeben. Schönheits-Operationen sind in der heutigen Zeit keine Seltenheit mehr. Die plastische Kinnoperation gehört in diesem Fall sogar zu den Eingriffen, die man als klein und dennoch wirksam bezeichnen kann. Der eigentliche Eingriff erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung. Dabei wird am Kinn ein gezielter Schnitt vorgenommen. Soll das Kinn verkleinert werden, wird nach dem Schnitt ein Teil des Kinnknochens abgesägt. Etwas Ähnliches passiert, wenn das Kinn vergrößert werden soll. Der entfernte Knochen wird in diesem Fall jedoch wiederverwendet, um das Kinn größer zu machen. Eine mögliche Alternative zu diesem Verfahren bietet das Einsetzen eines Implantates. Der Vorteil eines solchen Implantates besteht darin, dass man sich bei Bedarf dieses durch eine erneute OP wieder entfernen lassen kann. Die wenigsten Patienten greifen jedoch auf diese Option zurück.
Bevor man die plastische Kinnoperation durchführen lässt, muss man sich ein wenig vorbereiten. So gilt es, darauf zu achten, dass man vor der OP auf die Einnahme von gerinnungshemmenden Mitteln verzichtet. Solche Mittel sind beispielsweise Aspirin oder Marcumar. Auf das Rauchen sollte man nach Möglichkeit vor und nach dem Eingriff für eine Weile verzichten. Rauchen kann zu Störungen bei der Wundheilung führen. Nachdem die plastische Kinnoperation durchgeführt wurde, empfiehlt es sich, hauptsächlich Wasser und Tee zu sich zu nehmen. Mit der Zahnbürste sollte man sehr vorsichtig umgehen, die Hygiene sollte dabei aber selbstverständlich nicht vernachlässigt werden. Auf sportliche Betätigungen oder übermäßige Sonneneinstrahlung sollte ebenfalls verzichtet werden. Mit dem Sport kann man nach rund vier Wochen wieder beginnen, dabei ist jedoch Vorsicht angeraten. Starke Sonneneinstrahlung ist nach ungefähr drei Monaten unbedenklich.
Die plastische Kinnoperation selbst dauert normalerweise 1,5 bis 2 Stunden. Nach dem Ende der OP kann man zwar aufstehen, allerdings sollte man sich trotzdem von jemandem abholen lassen, da eine gewisse Benommenheit in jedem Fall vorhanden ist. Starke Schmerzen muss man üblicherweise nicht erwarten, dennoch kann es sinnvoll sein, leichte Schmerzmittel im Hause zu haben. Nach rund einer Woche kommt es zum Ziehen der Fäden.
Nachteile / Risiken
Die Risiken bei der OP halten sich in überschaubaren Grenzen. Theoretisch ist ein Taubheitsgefühl möglich, eventuell kann es beim Einsatz von Implantaten zu Infektionen kommen. Thrombose oder Embolien sind unwahrscheinlich, da keine langen Liegezeiten erreicht werden. Ebenso unwahrscheinlich ist es im Übrigen, dass die Krankenkasse die Kosten zwischen 1.200 und 2.500 Euro für den Eingriff übernimmt.